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Tom Tom nimmt Garmin Marktanteile in den USA ab

01.02.2008 | 10:04 Uhr |

Der niederländische Navigationsgeräte-Hersteller TomTom hat nach einem Pressebericht seinem US-Rivalen Garmin auf dessen Heimatmarkt Anteile abgenommen. Dies legten jüngste Marktstudien nahe, schreibt die "Financial Times Deutschland" (FTD/Freitagausgabe).

Zudem seien die Margen seit TomToms Markteinstieg im Frühjahr 2004 enorm unter Druck geraten. Nach Angaben von Analysten sind die Gerätepreise seitdem um 60 Prozent gefallen, schreibt das Blatt.

Hingegen entwickelt sich der Absatz positiv. "Die Stückzahlen steigen voraussichtlich um einen hohen zweistelligen Prozentsatz", sagte der fürs Tagesgeschäft zuständige Garmin-Präsident Clifton Pemble der "FTD". Im vergangenen Jahr seien allein in den USA rund 10 Millionen Geräte verkauft worden. Der Manager machte aber auch klar, dass Garmin an weitere Preissenkungen denkt: "Wir werden dem Markt folgen." TomTom und Garmin sind die schärfsten Rivalen, seitdem sie auf den Heimatmarkt des jeweils anderen vorgedrungen sind. TomTom ist in Europa führend, Garmin in den USA. Die Situation eskalierte, als TomTom den Straßenkarten-Anbieter Tele Atlas übernehmen wollte und Garmin ein Gegenangebot vorlegte. TomTom setzte sich letztlich durch, zahlt aber mit 2,9 Milliarden Euro wesentlich mehr als die ursprünglich geplanten knapp 2 Milliarden Euro.

Mit der Übernahme von Tele Atlas habe TomTom aber keinen langfristigen strategischen Vorteil errungen, glaubt Garmin-Manager Pemble. "Wir sind langfristig in einer guten Position", sagte Pemble der "FTD". Die US-Amerikaner hatten nach dem Scheitern bei Tele Atlas mit dessen Konkurrenten Navteq einen Kooperationsvertrag geschlossen. Allerdings kauft der Handy-Hersteller Nokia momentan Navteq auf, um seine eigene Navigationssparte zu stärken. "Unsere Kooperation mit Navteq ist bis fast 2020 gesichert", sagte Pemble.

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