Top 500: Die neue Supercomputer-Rangliste 2007

09.07.2007 | 10:54 Uhr | Norbert Eicker

Die Spitze der Top-500-Supercomputer führt zwar erneut IBMs BlueGene/L an, aber auf den folgenden Plätzen hat sich einiges getan: Deutschland ist in der Top 10 vertreten und könnte es mit BlueGene/P in Zukunft sogar auf Platz drei schaffen.

IBM Supercomputer Mare Nostrum
Vergrößern IBM Supercomputer Mare Nostrum

Ende Juni 2007 wurde die mittlerweile 29. Ausgabe der Liste mit den 500 schnellsten Computern der Welt vorgestellt. Traditionell erfolgt die Bekanntgabe der Juni-Liste im Rahmen der International Supercomputer Conference (ISC), die dieses Jahr wieder in Dresden stattfand. Die Liste wird zweimal im Jahr veröffentlicht, die nächste Bekanntgabe wird im November im Rahmen des US-amerikanischen Pendant der ISC, der Supercomputer-Konferenz in Reno, erfolgen.

Die offizielle Präsentation der Top 500 nahm auch dieses Jahr wieder Erich Strohmaier von NERSC vor, der die Liste vor mittlerweile 14 Jahren zusammen mit Hans Meuer und Jack Dongarra aus der Taufe gehoben hat. Die Systeme werden dabei gemäß ihrer Leistung beim Linpack-Benchmark eingeordnet. Die dabei behandelte Aufgabe ist die Lösung eines sehr großen, linearen Gleichungssystems – ein Problem, das es in solcher oder ähnlicher Form im Supercomputing recht oft zu lösen gilt.

Während das schnellste System die BlueGene/L-Installation am Lawrence Livermore National Laboratory bleibt, wurden die anderen Platzierungen in der Top 10 ordentlich durcheinandergewürfelt. So stieß das Jaguar-System des Oak Ridge National Lab, eine Maschine vom Typ XT4 des wieder erstarkten Supercomputer-Pioniers Cray, mit 101,7 TFlop/s auf den zweiten Platz vor. Es schlug den früheren Zweitplatzierten, das ebenfalls von Cray gefertigt RedStorm-System am Sandia National Laboratory, mit seinen 101,4 TFlop/s allerdings nur denkbar knapp.

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