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Torrent-Webseite muss 110 Millionen Dollar zahlen

08.05.2008 | 11:35 Uhr |

Die Betreiber des Torrent-Trackers TorrentSpy müssen 110 Millionen Dollar Schadensersatz an die Filmindustrie zahlen. So lautet das Urteil eines Gerichts in Los Angeles.

Valence Media, das Unternehmen hinter TorrentSpy, soll damit die Filmindustrie für die über die Seite begangenen Copyright-Verletzungen entschädigen. Außerdem darf Valence Media in Zukunft keine Torrent-Seite mehr betreiben. Die fragliche Seite TorrentSpy ist bereits seit rund einem Jahr offline.

Im Jahr 2006 hatten einige Mitglieder der MPAA, dem Verband der amerikanischen Filmindustrie, gegen mehrere Torrent-Tracker geklagt. TorrentSpy wehrte sich gegen die Vorwürfe mit dem Argument, dass auf der Seite selbst keine urheberrechtlich geschützten Dateien bereitgehalten werden würden. Die MPAA wollte zusätzlich, an die Verbindungsdaten der Nutzer dieser Seite, wogegen sich TorrentSpy ebenfalls wehrte. Die Betreiber sagten aus, dass es nicht möglich sei, die IP-Adressen der Nutzer zu speichern. Mitarbeiter des angeschlossenen Forums hatten jedoch bereits 2006 eingeräumt, dass die möglich sei.

So warf das Gericht den Betreibern vor, Beweise zu vernichten und Falschaussagen zu machen. Bereits 2007 beschloss das Gericht, dass die Webseite für die Copyright-Verletzungen verantwortlich sei. Seitdem wurde über die Höhe der Entschädigung verhandelt.

Info: Stellungnahme der MPAA (PDF)

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