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Torrentspy zur Filmindustrie: "Verklagt Google, nicht uns"

29.03.2006 | 10:28 Uhr |

Vor einigen Wochen hat die Motion Picture Association of America (MPAA) in den USA sieben Klagen gegen Torrent-Suchmaschinen-Sites wie Torrentspy und andere Unternehmen eingereicht. Torrentspy hat nun reagiert und in einer Eingabe an das Gericht gefordert, die Anklage fallen zu lassen.

Vor wenigen Wochen sorgte die Motion Picture Association of America (MPAA) für Aufsehen, als sie sieben Klagen gegen Unternehmen einreichte, die Suchmaschinen für Torrent-Dateien betreiben. Eines der betroffenen Unternehmen ist Torrentspy . In einer Eingabe vor Gericht wehrt sich die Firma nun und fordert, die Klage fallen zu lassen.

Torrentspy argumentiert, dass die MPAA genau so gut Google hätte verklagen können, da Google dasselbe macht wie Torrentspy, nur besser. "Es gibt nichts, worin sich die Website des Angeklagten von der von Google unterscheidet", so Torrentspy. "Alles, was der Website des Angeklagten vorgeworfen wird, passt auch auf Google", so das Unternehmen. Darüber hinaus würde Google zum Teil weitaus bessere Suchergebnisse für Torrent-Dateien liefern, so Torrentspy.

Des weiteren weist Torrentspy darauf hin, dass seine Site keinerlei urheberrechtlich geschützten Inhalte und keine Links darauf bereitstellt. Aus diesem Grund könne das Unternehmen auch nicht dafür verantwortlich gemacht werden, was die Anwender anstellen, sobald sie die Site verlassen. Laut Torrentspy wirft die MPAA dem Unternehmen "secondary copyright infringement", also Beihilfe zur Urheberrechtsverletzung, vor.

:MPAA verklagt Torrent-Suchmaschinen (PC-WELT Online, 24.02.2006)

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