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"Touch Disease": Sammelklage gegen Apple

11.10.2016 | 13:08 Uhr |

Anwaltskanzleien in zwei US-Bundestaaten sowie in Kanada forcieren Sammelklagen gegen Apple - wegen eines alten Problems mit Spätfolgen.

Hintergrund ist ein Problem mit den iPhone 6- und vor allem iPhone 6 Plus-Displays, die unter Umständen nicht mehr funktionieren. Dieses in der Presse "Touch Disease" genannte Phänomen basiert offenbar darauf, dass durch die leichtere Biegsamkeit dieser iPhone-Modelle (" Bentgate ") sich in der Folge auch die Controller-Chips für das Touchdisplay auf dem Logicboard des Smartphones lockern und die Bedienung des iPhone-Bildschirms unmöglich machen. Apple weigert sich bisher, dieses Problem offiziell als konstruktionsbedingt anzuerkennen und entsprechend kostenlos, vor allem  auch nach der Garantiezeit, eine Reparatur oder einen Austausch des Geräts vorzunehmen. Doch selbst nach Reparaturkosten von gut 350 Euro klagten User darüber, dass das Problem wieder auftauchte ( Wir berichteten ).

Wie der IT-Blog Motherboard berichtet , haben sich nun drei Kanzleien der Klage gegen Apple angeschlossen. Laut Richard McCune von der Kanzlei McCuneWright (Kalifornien) haben sich fast 10.000 Personen als Betroffene für die Klage gemeldet, auch aus Utah und Kanada sind entsprechende Vorstöße von Anwaltskanzleien bekannt. Apple ist sich demzufolge dieser Klagen durchaus bewusst, da das Unternehmen aus Cupertino bereits am 20. September eine Zusammenlegung beider Verfahren aus Kalifornien und Utah beantragt habe, um die eigenen Kräfte dagegen bündeln zu können. Die geschädigten Kunden, vertreten durch die Anwaltskanzlei, fordern neben der Erstattung der eigenen Kosten zusätzlich eine Rückrufaktion oder allgemeine Garantieverlängerung sowie Schadenersatz. Die umfassende Klageschrift ist komplett auf Motherboard wiedergegeben.

 

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