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Touch me!

03.08.2007 | 13:37 Uhr |

Das iPhone war nur der Anfang: Wenn Apple sein angemeldetes Patent für die Bedienung per Fingerzeig auch auf andere Produkte ausdehnt, dann könnten bald Computerdisplays zu einem der wichtigsten Eingabegeräte werden. In einem jetzt veröffentlichten Patentantrag nennt Apple die Zahl von dreihundert unterschiedlichen Gesten, die eine Vielzahl von Tastatur- oder Menübefehlen überflüssig machen könnten. Minority Report lässt grüßen.

Eine Woche vor der offiziellen iPhone-Vorstellung zur Macworld Expo in San Francisco im Januar hat Apple, so berichtet AppleInsider , beim US-Patentamt ein Patent eingereicht für die Bedienung elektronischer Geräte per Hand- und Fingerbewegungen. Dabei geht der Antrag deutlich über die Funktionen hinaus, die Apple im iPhone bereits verwirklicht hat, aber man findet eben auch einige der Bedienbefehle für das iPhone-Mulit-Touchpad wieder.

Der interessanteste Teil des Patentantrages ist ein "Wörterbuch" von etwa 300 Gesten, die alle unterschiedliche Befehle bedeuten. "Die Anzahl der Gesten kann wegen der zahlreichen unterschiedlichen möglichen Bewegungen von Fingern und Händen ziemlich groß sein", zitiert Apple Insider aus dem Papier. "Denkbar ist, dass sich eine komplett eigene Gebärdensprache entwickelt zur Bedienung von elektronischen Geräten." Auch für komplexe Befehle und Befehlsketten soll sich die Sprache eignen können. Das erscheint gar nicht unwahrscheinlich, haben doch auch hörgeschädigte Menschen über ihre Zeichensprache einen umfangreichen Gebärdenschatz, mit dem die gesprochene Sprache in Hand- und Fingerbewegungen umgesetzt werden kann.

Das Know-how kommt vermutlich von der Firma Fingerworks, die Apple vor rund zwei Jahren aufgekauft hat und einen möglicherweise entscheidenden Beitrag zum Bedienkonzept des iPhones beigetragen hat. Der Patentantrag nennt die Apple-Mitarbeiter John Elias, Wayne Westerman und Myra Haggerty als Urheber.

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