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Trends 2012: Das dritte iPad

12.01.2012 | 09:07 Uhr |

Neben einem neuen iPhone wird 2012 ein weiteres mobiles Produkt von Apple für Aufsehen sorgen. Das iPad kommt in der dritten Generation

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Klar ist: Ein neues iPad kommt bestimmt. Die Gerüchteküche weiß auch schon, was das neue Gerät können wird. Ob die Details allerdings in der Realität tatsächlich so eintreffen, steht auf einem anderen Blatt.

Am Design wird und kann Apple jedenfalls nicht viel verändern. Das iPad 3 bleibt also so flach wie möglich und rechteckig, mit abgerundeten Ecken sowie dem bisherigen breiten Rand zum Anfassen.

Retina-Display im iPad

Dennoch wird Apple das iPad-Display deutlich verändern, jedoch nicht in der Größe, sondern in der Pixel-Anzahl. Angelehnt an das Retina-Display im iPhone 4/4S müsste das iPad 3 rein rechnerisch bei gleicher Bilddiagonale 2560 mal 1920 Pixel darstellen. Das wären mehr Punkte, als der aktuelle 27-Zoll-iMac darstellt. Es ist unwahrscheinlich, dass ein Display-Hersteller diese Pixeldichte in einer Massenproduktion ohne Probleme fertigen kann. Außerdem sorgt diese Auflösung für Kompatibilitätsprobleme mit bestehenden iPad-Apps. Alles wäre einfacher, wenn Apple die Pixelanzahl gegenüber dem bisherigen iPad vervierfacht. Damit wären 2048 mal 1536 Pixel darstellbar. Die Auflösung liegt dann bei etwa 260 ppi. Das ist zwar weniger als beim iPhone (326 ppi), aber dennoch ein deutlicher Fortschritt. Zudem müssten die Entwickler die Grafikausgabe ihrer Apps lediglich um den Faktor zwei verfeinern.

Als Hersteller für das neue hoch auflösende iPad-Display ist die japanische Firma Sharp im Gespräch. Wegen Patentstreitigkeiten versucht Apple sich immer weiter von dem koreanischen Lieferanten Samsung zu lösen. Sharp kann angeblich Displays mit der gewünschten Auflösung produzieren. Zudem sollen die Panels von Sharp keine zusätzliche LED-Leiste für die Hintergrundbeleuchtung benötigen. Das iPad könnte also genauso dünn bleiben wie bisher.

Neuer iPad-Prozessor

Die vierfache Pixelflut erfordert aber einen deutlich schnelleren Prozessor, um die Daten zu verarbeiten und auf den Bildschirm zu bringen. Gerüchte besagen, dass Apple an der dritten Generation seiner ARM-basierten CPUs arbeitet. Nach dem A4 und A5, die beide derzeit im iPad und iPhone zum Einsatz kommen, wäre theoretisch wohl ein A6 an der Reihe.

Der iPad-Chip dürfte auf der Cortex-A15-Architektur von ARM aufsetzen und über vier Rechenkerne verfügen. Das wäre gegenüber dem A5 eine glatte Verdoppelung. Zudem gibt ARM an, dass ein Cortex-A15-Chip mit bis zu 2,5 Gigahertz Taktfrequenz laufen könne. Auch das wäre in etwa eine Verdoppelung zum A5. Ob Apple diese Taktrate voll ausnutzt, ist jedoch fraglich, denn mit der Taktfrequenz steigt auch der Stromverbrauch. Apple dürfte den A6 deswegen nur mit etwa 1,2 bis 1,4 Gigahertz im iPad 3 betreiben. Zusammen mit einem deutlich überarbeiteten und schnelleren Grafikkern würde das iPad 3 neue Maßstäbe in Sachen Tablet-Leistung setzen und die Konkurrenz sicherlich weiter auf Abstand halten.

Mehr Speicher, bessere Kamera

Entscheidend für die gefühlte Leistung sind nicht nur Prozessor und Grafikchip, auch der Hauptspeicher trägt dazu bei. Bislang baut Apple 512 Megabyte RAM in das iPad 2. Wenn man viele Apps gleichzeitig benutzt, kommt es vor, dass der Speicher knapp wird und das System Apps zwangsweise beendet. Für den Anwender sieht das nach einem Absturz aus. Mit mehr RAM würde das nicht mehr so häufig passieren.

Ein weiterer Punkt für Verbesserungen wäre die Kamera. Vor allem die nach vorne deutende Facetime-Kamera könnte eine höhere Auflösung vertragen, um bessere Video-Konferenzen zu ermöglichen.

Fazit

Das iPad 3 wird im Frühjahr erscheinen. Deutlich schneller und mit einem Retina-Display dürfte es die Tabelt-Welt wieder in Atem halten.

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