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Trend 2015: 3D-Druck und fliegende Kameras

20.01.2015 | 10:26 Uhr |

3D-Druck ist 2015 weiterhin einer der großen Techniktrends. Ebenfalls verstärkt auf dem Markt: teure Kameras und filmende Flugdrohnen

Das Drucken in 3D gehört laut einer Analyse des Markforschungsunternehmens Gartner Group im Jahr 2015 zu den stärks­ten Techniktrends. Die Verkaufszahlen sollen sich 2015 laut der Gartner-Prognose gegenüber 2014 verdoppeln und dieser Trend soll sich bis 2018 noch verstärken. Vor allem für Unternehmen wird der 3D-Druck zunehmend interessanter. Denn so kann man unter anderem schnell Prototypen, Design­studien oder Ersatzteile anfertigen. Auch speziell auf den Kunden angepasste Produkte lassen sich so erstellen, angefangen vom Zahnersatz bis hin zu einem angepassten Fußbett für Schuhe. Das wird zu­­nehmend lukrativer, denn die Preise für 3D-Drucker sinken und die Materialauswahl wächst. Und so wird auch die Zahl der Dienstleister steigen, die für den Kunden individualisierte Produkte fertigen.

Auch für den privaten Bereich wird der 3D Druck immer interessanter. So wird auf der diesjährigen Consumer-Messe CES, die vom 6. bis 9. Januar stattfindet, die Ausstellungsfläche für 3D-Druck auf 1300 m2 verdoppelt. Auch die 3D-Drucker für Privatkunden werden günstiger und in größeren Stückzahlen auf den Markt kommen.

So gibt es bereits jetzt eine große Auswahl an 3D-Druckern unter 1000 Euro, die bereits über den Massenmarkt verkauft werden. 3D-Drucker dieser Preiskategorie arbeiten durchwegs mit der Technik Fused Deposition Modeling, bei der Plas­tik geschmolzen und schichtweise auf eine Plattform aufgetragen wird. Eine Spule mit dem Plastikdraht, auch Filament genannt, ist schon jetzt günstig zu bekommen.

Monitore in 5K

Nach gebogenen Fernsehern kommen nun auch Computermonitore mit Krümmung auf den Markt. Die ersten Modelle gibt es schon, weitere folgen in diesem Jahr. Externe Displays mit 5K-Auflösung ist ein weiterer Trend, den Apple mit dem iMac Retina losgetreten hat.

Wie immer steht und fällt das Thema jedoch auch hier mit der Software. Auf diesem Gebiet dürfte 2015 Neues zu erwarten sein. Damit 3D-Druck keine Nische für Experten bleibt, muss die Software einfacher werden. Vor allem braucht es ein einheitliches Dateiformat, über das die Anwender 3D-Modelle problemlos austauschen können – unabhängig vom verwendeten 3D-Drucker.

Höherwertige Kameras sind gefragt: Empfindlichere Bildsensoren, besserer Autofokus für Foto und Video und 4K-Auflösung stehen dabei im Vordergrund

Preisgünstige Kameras sind kein gutes Geschäft mehr, innerhalb von zwei Jahren hat sich laut GFK der Markt halbiert. Smartphones haben die Aufgabe als Immer-dabei-Kamera übernommen. Doch ein weiterer Trend lässt die Kamerahersteller diesen dramatischen Einbruch verschmerzen: Die Verkäufe von hochwertigen Geräten steigen und somit auch der Gewinn pro Kamera. Dies gilt bei Kameras mit Wechselobjektiven und vor allem bei Kompaktkameras. Denn die Premium-Kompaktkameras bieten zunehmend großflächigere Bildsensoren, hochwertigere Objektive sowie solide verarbeitete Kameragehäuse. Diese Geräteklasse der Premium-Kompaktkamers wächst stetig und ist bereits so groß wie die Klasse der Kameras mit Wechselobjektiv (DSLR und Systemkameras).

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Jede vierte Kamera, die im Jahr 2014 verkauft wurde, ist eine Kamera mit Wechselobjektiv. Hierzu zählen sowohl Systemkameras als auch die klassischen DSLR-Kameras mit Spiegel.

Die Verkäufe von DSLR-Kameras und Systemkameras steigen kaum, dennoch ist hier ein Trend hin zu Systemkameras erkennbar. Zudem wächst der Markt der Systemkameras nicht so stark, wie es die Hersteller erwartet hätten, laut Futuresource Consulting soll hauptsächlich eine mangelnde Verbraucheraufklärung ob der Vorzüge dieses Systems der Grund für das schwache Wachstum von Systemkameras sein. Noch werden rund 3,5 mal so viele DSLR-Kameras wie Systemkameras verkauft.

Anhand dieser Marktzahlen lässt sich auch erkennen, welche Trends die Kamerahersteller bedienen. Ungebremst geht der Trend hin zu höherer Bildqualität, vor allem die Premium-Kompaktkameras haben davon sehr profitiert. Die Bildsensoren werden zunehmend lichtempfindlicher, so sind rauschfreie Aufnahmen selbst bei Kerzenlicht schon möglich. Zudem verzichten immer mehr Kameras dank weiterentwickelter Bildsensoren auf einen sogenannten Tiefpassfilter, der zwar störende Musterbildung (Moiré) vermeidet, aber auch die Auflösung und somit die Schärfe verringert. Da die Kameras den aktuellen Anforderungen nach für Foto- wie Video­aufnahmen gerüstet sein sollen, sind die Optiken und der Autofokus ebenfalls auf Videoaufnahmen ausgelegt. Im Bereich Video geht der Trend für 2015 klar in Richtung 4K-Auflösung (Ultra HD), Ende 2015 könnte der ein oder andere Hersteller sogar eine Highend-Kamera mit 8K-Videofunktion ankündigen.

Ein weiterer ungebrochener Trend sind Action-Cams, die es mittlerweile schon in großer Zahl gibt. Laut einer Studie von Idealo.de ist die Nachfrage auf der Preisvergleichsseite seit 2012 um über 300 Prozent gestiegen, mit rund 60 Prozent ist hier Gopro der Platzhirsch – allerdings angesichts der stark wachsenden Konkurrenz mit sinkender Tendenz. Auch Flugdrohnen sind im Kommen. Modelle, mit denen man hochwertige Videoaufnahmen erstellen kann, sind unter 1000 Euro zu haben. Auch Gopro entwickelt angeblich eine Flugdrohne, die Ende 2015 auf den Markt kommen soll. Doch nicht alles, was Drohnen filmen können, dürfen sie auch aufnehmen: Hier sollte man sich vorher über die rechtlichen Bestimmungen genau informieren.

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