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Trend: Im Tod Kontakt mit der Welt behalten - mit Handy in den Sarg

31.03.2006 | 10:09 Uhr

Ständig erreichbar sein, auch im Grab – darauf wollen Menschen offensichtlich auch im Tod nicht verzichten. Nach einem Bericht des britischen Rundfunksenders BBC lassen sich immer mehr Menschen zusammen mit ihrem Handy begraben.

Der Trend sei in Südafrika entstanden, berichtete Martin Raymond, Chef eines Forschungsinstituts, dem Sender nach einem Bericht vom Mittwoch. Aus Sorge, durch einen Zauber nur verhext und nicht wirklich tot zu sein, wollten die Begrabenen auch im Sarg noch mit der Welt in Verbindung treten können. Auf Wunsch würden auch Batterien zum Nachladen mitgegeben. Denn niemand wisse, wie lange der Zauber wirke.

In Australien wurde festgestellt, dass mancher auch im Tod mit Hilfe der modernen Technik seinen Reichtum und Lebensstil zur Schau stellen wolle. „So wollte ein Mann mit Handy und Laptop in den Sarg,“ sagte Raymond.

Dass sich auch immer mehr Amerikaner mit ihren Mobiltelefonen ins Jenseits verabschieden, fanden die Experten durch kleinere Explosionen bei Feuerbestattungen heraus. Die Batterien von Handys waren der starken Hitze nicht gewachsen.

In Deutschland stellt sich die Frage, ob sich dieser Trend hinsichtlich Umweltschutzrichtlinien und neuen Elektroschrottgesetz überhaupt durchsetzten wird? (dpa/hal)

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