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Trend Micro: Apple durch Cybercrime gefährdet

21.10.2013 | 10:24 Uhr |

Nicht zuletzt aufgrund des Erfolges des Mac- und iPhone-Herstellers hätten die Cybergangster ihre Angriffe auf Kunden von Apple seit Mai dieses Jahres massiv verstärkt.

Lagen die digitalen Attacken auf Apple-Kunden vor Mai dieses Jahres noch weit unter Tausend neuen Bedrohungen pro Monat, stiegen sie seither auf Höchststände von 5.800 monatlich, behauptet  der Entwickler von Sicherheitssoftware Trend Micro . Bei den meisten dieser Bedrohungen handele es sich um Phishing-Angriffe – entweder in Form von Phishing-E-Mails, die Apple als Köder im Social-Engineering-Stil verwenden, oder von speziell präparierten Webseiten. Ziel der Angreifer sei stets, an die Apple-ID und sonstige persönliche Informationen der Opfer heranzukommen.

Die Mehrzahl der Phishing-Seiten tauche demnach besonders in den Monaten auf, in denen die meisten Gerüchte über Apple im Umlauf sind. So erkläre sich auch das bislang gemessene Spitzenaufkommen an Bedrohungen im Mai dieses Jahres, als die Gerüchteküche zur neuesten Version des  iPhone-Betriebssystems iOS 7 brodelte. Von Juni bis September standen Spekulationen zu iPhone 5C und 5S im Mittelpunkt der Diskussionen von Apple-Interessierten im Internet.

Mit einem ähnlichen Anstieg der Zahlen für Oktober rechnet Udo Schneider, Sicherheitsexperte und Pressesprecher von Trend Micro. Denn hier stehen neue Apple-Veröffentlichungen zum 22. Oktober an. Für Schneider ist die Apple-Community ”nicht mehr das Paradies, das es einmal war, was Internetbedrohungen angeht. Heute stehen alle Anwender, ob mit Mobilgeräten oder Desktops, im Visier der Cybergangster.“

Die Möglichkeit, sich vor Phishing-Angriffen auf Apple-Sites zu schützen, sieht Trend Micro zum einen in der Nutzung der von Apple eingeführten Zwei-Faktor-Authentisierung. Dadurch reicht die Eingabe von Benutzername und Passwort nicht mehr aus, um auf das Apple-Konto zuzugreifen. Vielmehr muss zusätzlich ein Sicherheitscode eingegeben werden, der von Apple erzeugt und auf ein Gerät des Nutzers, wie zum Beispiel das iPhone, gesendet wird; dieser ist nur einmal verwendbar. Freilich sollte nach Meinung von Trend Micro das für die Authentisierung verwendete Smartphone gesichert sein wie der heimische PC. Hier wie dort sei die Installation einer Sicherheitslösung ein Muss – worin man selbstverständlich das Interesse des Anbieters solcher Sicherheitslösungen erkennt. Denn Trend Micro bietet auch entsprechende Software für das iPhone an. Ob man im Unterschied zu Android-Handys solche Schutzsoftware tatsächlich auch auf dem iPhone benötigt, ist unter Experten allerdings sehr umstritten bis fraglich.

Zustimmen kann man Trend Micro unbesehen wieder, wenn sie darauf verweisen, dass Anwender stets misstrauisch sein sollten, wenn sie Nachrichten mit Webadressen erhalten. Dafür bietet Trend Micro sogar einen kostenlosen Dienst zur Überprüfung von URLs an. Dazu müsse man nur  den fraglichen Link kopieren, in das Eingabefeld einfügen und auf die Schaltfläche „Check Now“ klicken. Der Dienst steht im Web zur Verfügung .

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