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Von Patrick Woods - 11.01.2013, 12:34

Vorschau

Trends 2013: Das iPhone wird zum 5S

©iFixit

Kaum ist das iPhone 5 in großer Zahl lieferbar, schon machen wir uns Gedanken über den Nachfolger. Wann kommt das nächste iPhone, was Apple wird nachbessern und welche Wünsche unerfüllt bleiben.
Hört man auf die Stimmen der Nutzer, gibt es viele Wünsche an ein neues iPhone: mindestens zwei Tage Akkulaufzeit, NFC, Quadcore-CPU oder ein robusteres Gehäuse. Alles theoretisch denkbar, wäre da nicht Apples Produktzyklus. Jedes Jahr gibt es ein neues iPhone, aber nur alle zwei Jahre ein komplett neues Modell. Hier hält sich Apple daran, dass Vertragskunden nur alle zwei Jahre ein verbilligtes Gerät bekommen können. So gibt es nach diesen zwei Jahren immer ein deutlich verbessertes iPhone auf dem Markt.
Das nächste iPhone wird demnach ein verbessertes iPhone 5 sein, keine komplett neue Generation. Bedeutet: Form, Bildschirmformat und viele andere grundlegende Merkmale bleiben erhalten.  Dafür könnte das iPhone-Update schon früher kommen als dem üblichen Jahr.

Die inneren Werte

Mit dem A6, einem Gigabyte Arbeitsspeicher und einem flotten Grafikprozessor steht das iPhone 5 auch gegen hardware-protzende Konkurrenz gut da. Manche finden dies bereits zu viel des Guten, denn bei aufwändigen Spielen rüttelt das iPhone kräftig am Akku. Doch Apple wird hier noch ein wenig drauflegen. Es wird in jedem Fall eine neue Prozessorgeneration geben. Ob Apple diese nun „A7“ nennt, ob es eine deutliche oder leichte Weiterentwicklung ist: völlig offen. Nur Stillstand, den wird es nicht geben. 
Da Apple zwar auf Chips nach dem ARM-Design setzt, inzwischen aber vieles selbst entwirft, hilft auch der Blick auf das Sortiment der anderen Hersteller kaum. Schon beim iPhone 5 hatte Apple mit einem eigens optimierten Dualcore statt des erwarteten Quadcore überrascht. Zurecht, denn der A6 – obwohl nur Dualcore – ist in der Praxis schneller als die meisten Quadcore-Prozessoren auf ARM-Basis.
Den Arbeitsspeicher wird Apple nicht zwangsläufig vergrößern, das iPhone 5 ist noch gleichauf mit dem iPad 4, zwischen iPhone 4 und 4S gab es hier keinen Nachschlag.
Wir werden demnach ein leicht schnelleres iPhone sehen, das allerdings keine dramatischen Veränderungen bei der Geschwindigkeit bringt – außer Apple schafft es, eine Quad-Variante des A6 mit erträglicher Leistungsaufnahme zu entwickeln.
Wer auf mehr Akkulaufzeit hofft, sollte seine Vorfreude drosseln. Apple konzipiert das iPhone stets so, dass der Akku einen Tag bei normalem Gebrauch durchhält. Mehr Kapazität steckt das Unternehmen lieber in mehr Leistung als in mehr Laufzeit, verriet uns ein Apple-Manager.
Auf der WWDC 2012 hat Scott Forstall eine neue Funktion für das iPhone und Siri vorgestellt. "Eyes free" heißt das neue Feature, das bereits in der ersten Hälfte 2013 in einige Autos eingebaut werden soll. Chevrolet bringt mit seinen Modellen Spark und Sonic als erster Hersteller die feste Integration von Siri und iPhone. Ein Druck auf den Lenkrad-Knopf genügt, um Siri zu aktivieren. Apple arbeitet eng mit den Herstellern zusammen und so wird der persönliche Assistent an die Nutzung im Auto angepasst. Die Websuche wird beispielweise abgeschaltet, damit der Fahrer nicht abgelenkt wird. Nach Chevrolet dürften die anderen Auto-Hersteller bald folgen. BMW, Daimler und Audi sind als offizielle Partner von Apple in Sachen Autointegration von Siri gelistet. hak

Bluetooth statt NFC

Mobiles Bezahlen, clevere Funktionen mit Nahfeldfunk, das ist ein Trend, der schon seit Jahren angeblich kurz vor dem großen Durchbruch ist. Selbst wenn es hier erste Ansätze gibt: auch im nächsten iPhone wird nicht zwangsläufig der neue Kurzstreckenfunk stecken. Noch gibt es kaum standardisierte Anwendungen und mit Bluetooth 4.0 ist schon jetzt der modernste Funkstandard für kurze Wege im iPhone eingebaut. Die neue Bluetooth-Generation ermöglicht sehr kleine und sparsame Funkpartner wie beispielsweise Pulsmesser für den Sport. Das klingt unspektakulär, kann aber große Veränderungen bedeuten. Das iPhone könnte zum Sportpartner, zum medizinischen Diagnosegerät oder zur Steuerzentrale des digitalen Haushalts werden. Das steht und fällt alles mit passenden Bluetooth-Gegenstellen. Mit dem Standard 4.0, der extrem Strom sparend arbeitet, sind solche Empfänger aber technisch kein Problem mehr. Per Knopfzelle versorgt könnten sie durchaus ein Jahr lang funktionieren und Daten vom iPhone entgegennehmen.
Dazu hat Apple mit Passbook eine praktische und sichere Anwendung für das iPhone gestartet, das die Funktion als Sammelstelle für Gutscheine, Tickets brauchbar umsetzt. Deshalb verspürt Apple kaum Druck, auch noch NFC zu unterstützen und dessen Funktionen mit viel Aufwand nutzerfreundlich zu integrieren.

Kosmetische Veränderung

Ein größerer iPhone-Bildschirm ist nicht zu erwarten. Zu Recht gibt Apple den 4-Zoll-Formfaktor als das obere Ende für ein Mobiltelefon an. Dieser lässt sich gerade noch so mit einer Hand per Daumen bedienen. Auch an der Auflösung wird sich nichts ändern, 326 ppi sind ausreichend, das menschliche Auge kann höhere Pixeldichten sowieso nicht mehr unterscheiden. Der Einsatz von Sharps IGZO-Displays könnte allerdings dafür sorgen, dass das iPhone 5S noch dünner wird und gleichzeitig weniger Strom verbraucht.

Kommt das iPhone Mini?

Apple will 2013 angeblich sein Portfolio um ein kostengünstiges iPhone erweitern. Das Billig-iPhone basiert nach Einschätzung des Jefferies-Analysten Peter Misek auf dem Design des iPhone 4, sei jedoch in puncto Leistungsfähigkeit und Apps abgespeckt.
Den Preis veranschlagt Misek auf 200 bis 250 US-Dollar ohne Subventionen der Mobilfunkprovider. Foxconn habe bereits eine Produktionskette vorbereitet und warte an sich nur auf die Freigabe durch Apple, um mit der Fertigung loszulegen, 200.000 bis 300.000 Stück sollen täglich die Fabrik verlassen. Spekulationen um eine günstiges iPhone für Schwellenländer sind nicht neu, zuletzt hatte etwa Gene Munster ein solches Gerät für Indien und China prognostiziert. pm
Doch auch wenn Apple das nächste iPhone ganz eng am iPhone 5 ausrichten wird, für einige Detailverbesserungen ist dabei immer noch Platz. Beim iPhone 4S beispielsweise änderte Apple die viel kritisierte Antennenkonstruktion. Analog dazu gibt es beim iPhone 5 viel Kritik an der Empfindlichkeit des neuen Gehäuses. Vergleichsweise weiches Aluminium und eloxierte Färbung leisten gegen Kratzer und Macken nur wenig Widerstand. Hier könnte Apple die Kritik zum Anlass nehmen und die Produktion umstellen.
Denn aktuell wird das Gehäuse erst gefärbt, dann fräst ein Roboter die Kanten hinein, dann wird noch einmal gefärbt. Dieser zweistufige Prozess sorgt offenbar dafür, dass vor allem die Kanten des schwarzen iPhone 5 relativ kratzanfällig sind.
Apple hat hier einige Möglichkeiten: Den Färbprozess umstellen oder die Gehäuseumrandung verstärken. Edelstahl oder gar ein Rahmen aus Liquid Metal, die extrem harte und teure Spezialmischung, wären hier mögliche Optionen. Auch mehr als die derzeit erhältlichen zwei Farben wären für ein neues iPhone denkbar. Schließlich bietet Apple den iPod Touch bereits heute in sechs verschiedenen Farben an.

Fazit

Wer für 2013 von einem völlig neu entwickelten iPhone träumt, der wird enttäuscht werden. Es gibt ein Update des iPhone 5, keine vollständig neue Plattform. Andererseits wird Apple einige Kritikpunkte beseitigen und das iPhone erneut ein wenig besser machen. Außerdem steht vielleicht ein Billig-iPhone an.
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