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Trends beim Zeitschriftendruck

19.10.2005 | 11:28 Uhr |

Obwohl sich die Ifra-Expo in Größe und Bedeutung lange nicht mit der nur alle fünf Jahre stattfindenden Drupa messen kann, fanden sich bei der zweiten Auflage der Ifra in Leipzig doch viele interessante Workflow-Lösungen und einige neue Trends.

Normalerweise sind auf Messen, die Macwelt-Redakteure besuchen, die Macs eher bei den Herstellern zu finden. In Leipzig war es umgedreht: Während sich Macs und Windows-Systeme bei der Präsentation der ausgestellten Software so ungefähr die Waage hielten, war auf den Gängen und beim Publikum eindeutig das Powerbook Titanium am besten vertreten. Doch dies nur als Randbemerkung. Wer die Ifra-Expo in Leipzig besuchte, bekam einen ziemlich guten Eindruck, welche zwei zentralen Themen die Produktion von Zeitschriften und Zeitungen 2005 bestimmt haben.

Das eine ist das Thema Digitaldruck, das durch ständig wachsenden Aktualitätsdruck und die Notwendigkeit zur Kostensenkung immer drängender wird. Da der Vertrieb gerade internationaler Zeitungen durch lange Lieferwege teuer und lange ist, setzen immer mehr Verlage auf den Druck vor Ort. Dies demonstrierten auf der Ifra-Expo Kodak Versamark und Digitaldruck Bayerlein, die täglich Spezialausgaben des Australischen Sydney Morning Herald, der Times of India oder der Sportzeitungen Sovjet Sport und Sports Nippon produzierten und druckfrisch auf der Ifra-Expo verteilten. Deutlich spürbar war auch der Druck im Tageszeitungsmarkt, der einen heftigen Kampf zwischen etablierten Zeitungen, den jungen Billigformaten wie etwa Welt Kompakt und den Handelsblatt News und den Gratiszeitungen wie Metro erwartet. Dies wird natürlich auch die Debatte um Produktionskosten neu entfachen.

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