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Trends im Druckermarkt

07.03.2001 | 00:00 Uhr |

Wie sich der Markt speziell für Laserdrucker in den nächsten Jahren aus Sicht von Hewlett-Packard entwickeln wird, hat der Drucker-Hersteller auf einer Pressekonferenz in München bekanntgegeben.

In fünf Ländern hat Hewlett-Packard Studien durchgeführt. Neben Deutschland waren dies England, Russland, China und Amerika. Wichtigstes Ergebnis: Alle Befragten fanden Leistung, einfache Bedienung und Zuverlässigkeit gleich wichtig.

Heiß umkämpft ist das Geschäft mit den Druckern, allein das Marktvolumen in Deutschland beträgt laut Hewlett-Packard jährlich etwa 500 Millionen Mark. Diese Summe beinhaltet neben den Kosten für Drucker auch die Kosten für Service und Drucklösungen.

Bisher überwiegen monochrome Laserdrucker in den Büros, schon im Jahr 2004 sollen jedoch Hewlett-Packard zufolge 50 Prozent aller Ausgabegeräte in diesem Bereich Farbe beherrschen. Auch steigt gerade bei kleinen Büros die Nachfrage nach Geräten mit mehreren Funktionen wie etwa drucken, kopieren, scannen und faxen. Immer mehr Anwender geben ihre Dokumente über Netzwerkdrucker aus, zudem werden die Druckaufträge immer komplexer. Auch das drahtlose Drucken ist stark im Kommen, da zunehmend PDAs oder Mobiltelefone für E-Mails und SMS eingesetzt werden.

Zwar werden die Gerätepreise nicht sinken, Ausstattung und Leistung der Drucker werden aber bei gleichem Preis im Vergleich zu ihrer Vorgänger besser ausfallen. Geringer werden die Gesamtkosten (Total Cost of Ownership) eines Druckers, die sich hauptsächlich aus den Anschaffungskosten des Geräts, Kosten für Verbrauchs- und Verschleißteile sowie technischen Support zusammensetzen. Das erreiche man durch günstigere Verbrauchsmaterialien und einfacher zu wartende Drucker, die im Idealfall einen technischen Support überflüssig machen sollen.

Der "digitale Lifestyle" macht auch vor den Ausgabegeräten nicht halt. Laut den Marktforschern von IDC werden 2004 etwa 35 Prozent aller Geräte, die über das Internet kommunizieren, Mobiltelefone, Personal Digital Assistants (PDA), Palmtops und auch Drucker sein. Auch rechnerunabhängige Druckaufträge sind im Kommen. So könnte beispielsweise an einem Drucker ein Touchscreen-Monitor angeschlossen werden, über den man etwa individuelle Wegbeschreibungen, die man aus dem Internet abfragt, ausdruckt. Dabei könnte der Drucker als Brücke zum Internet dienen und würde so einen Rechner überflüssig machen. Schon jetzt verfügen Laserdrucker von Hewlett-Packard über die nötigen Voraussetzungen für solche Dienste. Die in diesen Druckern integrierte Logik erlaubt es, Java-Applets zu verarbeiten und so individuelle Aufgaben direkt vom Drucker zu erledigen. HP nennt diese Technologie Embedded Virtual Machine. mas

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