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Mac-OS X 10.5: Hilfe für Helvetica und Futura

11.04.2008 | 12:48 Uhr |

Apple hat bei Mac-OS X 10.5 die Schriftverwaltung geändert und zugleich die Grundausstattung an Schriften geändert. Alles andere als optimal für Grafiker und Layouter, die die Schriften Helvetica und Futura nutzen

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Die beste Übersicht über nicht ladbare Schriften erhält man mit Hilfe der Icons in einem Schriftenordner. Beim Versuch ein angepasstes Icon für "HelveNeuRom" zu erstellen bleibt das System eine Weile stecken, schließlich belässt es das Standard-Icon, während die anderen Icons ihre jeweilige Schrift repräsentieren.
Vergrößern Die beste Übersicht über nicht ladbare Schriften erhält man mit Hilfe der Icons in einem Schriftenordner. Beim Versuch ein angepasstes Icon für "HelveNeuRom" zu erstellen bleibt das System eine Weile stecken, schließlich belässt es das Standard-Icon, während die anderen Icons ihre jeweilige Schrift repräsentieren.

Truetype ist im grafischen Gewerbe unbeliebt: Microsofts Schriftenformat galt und gilt als weniger präzise als Postscript- oder Opentype-Schriften. Außerdem lassen sich Truetype-Schriften nicht einwandfrei nutzen, wenn der Druckertreiber mit Postscript arbeitet (meist bei hochwertigen Druckern oder Druckmaschinen). Mac-OS X 10.5 enthält eine Überraschung für Grafiker und Layouter: Die Schrift Helvetica gibt es nur noch im Format Truetype; die bisher zusätzlich vorhandene Postscript-Variante (Helvetica Linotype) fehlt. Genauso bei der Schrift Futura. Die meisten Mac-Benutzer werden keinen Unterschied sehen, doch in der Druckvorstufe wird weiter fast ausschließlich die Postscript-Type1-Version dieser Schriften verwendet. Da Mac-OS X 10.5 in der intern geführten Liste mit eindeutigen Kennzeichen („Font ID“) „Futura“, „Helvetica“ und „Helvetica Neue“ mit den Truetype-Versionen belegt, lassen sich die Postscript-Versionen dieser Schriften nicht mehr nutzen. Das Programm „Schriftsammlung“ führt die Postscript-Variante als „Duplikat“ und aktiviert die Truetype-Schrift. Ärger verursacht dieser Wechsel beim Zeilenumbruch von Texten in den Schriften Helvetica und Futura: Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sich der Zeilenumbruch ändert und die Texte deshalb anders aussehen als geplant. Außerdem bringt die Postscript-Familie sehr viel mehr Schnitte mit als die vorinstallierte Truetype-Familie.

Sichtbar werden die Probleme mit Helvetica und Futura schon im Finder: Öffnet man den Ordner mit der Postscript-Variante der Helvetica, stockt die Darstellung der Symbole kurz und zeigt nur ein Standardsymbol statt der Vorschau auf die Schrift (hier im Bild: „HelveNeuRom“). Bei der Schrift Futura ist das Problem einfach zu lösen: Man entfernt die Truetype-Schrift aus dem Ordner „Festplatte > Library > Fonts“. Danach kann die Postscript-Form der Futura vorzugsweise im Ordner „Benutzer > Library > Fonts“ speichern. Damit ist diese Schrift für alle Programme verfügbar. Bei der viel gebrauchten Helvetica ist der Fall jedoch etwas komplexer. Sie ist im Ordner „Festplatte > System > Library > Fonts“ gespeichert und der Versuch, sie zu löschen, wird von Mac-OS X 10.5 nicht toleriert. Das Betriebssystem zeigt eine Fehlermeldung, die besagt, dass die Schrift vom System wieder hergestellt wurde und tatsächlich finden sich „Helvetica.dfont“ und „HelveticaNeue.dfont“ wieder aufgelistet im Ordner.

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