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Twitter-User fordern Missbrauch-Button

30.07.2013 | 10:55 Uhr |

Weil Caroline Criado-Perez 10-Pfund-Scheine mit dem Antlitz einer Frau gefordert hat, sieht sie sich massiven Anfeindungen auf Twitter ausgesetzt. Nun fordern Tausende von Nutzer einen Knopf, über den man Drohungen melden kann.

67.000 Twitter-Nutzer wünschen sich aktuell einen Alarmknopf, mit dem sie Beleidigungen und Drohungen melden können. Der Petition fehlen also zum Zeitpunkt der Artikel-Recherche noch rund 8.000 virtuelle Unterschriften, bevor sie an die Twitter-Entwickler gehen kann. Anlass der Unterschriftensammlung ist der Fall Caroline Criado-Perez . Sie setzte sich in England dafür ein, dass eine Frau auf den 10-Pfund-Schein gedruckt wird - nämlich die Autorin Jane Austen. Als Reaktion darauf hagelte es via Twitter wüste Drohungen  gegenüber Criado-Perez. Wie sie gegenüber der BBC berichtet, habe es bis zu 50 Androhungen von Gewalt und Schmähungen pro Stunde gegeben - und das zwölf Stunden lang. Sie habe Twitter kontaktiert, doch leider ohne eine Reaktion zu erhalten, berichtet die Frau. Unter dem Hashtag #shoutingback prangert Caroline Criado-Perez inzwischen die Anfeindungen auf Twitter an.

Eine erste Reaktion kam vom General Manager von Twitter in Großbritannien, Tony Wang , der per Twitter mitteilte, dass man derzeit teste, wie man Twitter-Missbrauch einfacher melden könne und dass man Accounts deaktiviere, wenn ihre Betreiber gegen Twitter-Regeln verstoßen würden. Ein 21-Jähriger wurde inzwischen von der Polizei festgenommen, weil er Criado-Perez beleidigt hatte.

Aktuell gibt es nur in der iPhone-App einen Knopf zum Melden von Fehlverhalten anderer User, sonst muss man ein Formular ausfüllen. Wählt man darin "Jemand auf Twitter schickt mir Gewaltandrohungen." aus, muss man als nächstes den Nutzernamen des Drohenden eingeben und den Link zum Tweet einfügen. Dann gilt es, weitere Fragen zu beantworten. Etwa: "Erwähnt der Tweet einen spezifischen Zeitpunkt?" oder "Wann hat es angefangen?". Zuletzt gibt man seinen vollständigen Namen, Twitter-Namen und seine Mail-Adresse an und schickt das Formular ab.

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