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Twitter verzichtet auf End-to-End-Verschlüsselung

21.03.2014 | 09:56 Uhr |

Zumindest vorerst mag Twitter seinen Plan nicht umsetzen, alle Direktnachrichten per End-to-End-Verschlüsselung zu sichern. Ein Rückschlag für Datenschützer.

Eigentlich hatte Twitter geplant, seine Direktnachrichten per End-to-End-Verschlüsselung zu sichern. Doch von diesem Plan ist das Unternehmen nun erst einmal wieder abgerückt, berichtet techhive.com unter Bezugnahme auf The Verge. Man wolle sich zunächst auf dringendere Angelegenheiten konzentrieren, soll Twitter gesagt haben. Diese Angelegenheiten, führt techhive.com aus, könnten mit dem wachsenden Unmut einiger Aktionäre zusammenhängen, welche die Stagnation von Twitters Wachstum besorgt.

Twitter war eine von wenigen IT-Firmen, welche sich dem PRISM-Spionage-Programm der NSA verweigert hatte. Und die Verschlüsselung sei nur aufgeschoben, beteuert man. Für Datenschützer ist es trotzdem ein Rückschlag. Edward Snowden hatte erst im März auf dem Texas-Festival "SXSW" betont, wie wichtig es sei, dass die großen Internet-Dienste handeln. Nicht nur der normale Nutzer müsse mit Verschlüsselungsprogrammen auf die NSA-Spionage reagieren. Es müssen auch Google, Facebook, Twitter & Co. mit einer Umstellung auf End-to-End-Verschlüsselung handeln. Diese Dienste werden häufig genutzt und stellen eine gropße Angriffsfläche für die NSA dar.

Im Unterschied zur SSL-Verschlüsselung, auf die die meisten Dienste bereits setzen, bietet die End-to-End-Verschlüsselung einen besseren Schutz. Bei der SSL-Verschlüsselung werden Ihre Daten beim Übertragen zwar verschlüsselt - doch auf dem Server werden sie entschlüsselt. Ganz anders bei der End-to-End-Variante: Die verschlüsselten Daten bleiben auf ihrem gesamten Weg durchs Netz verschlüsselt.

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