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Two more things für das iPhone

15.08.2007 | 11:53 Uhr |

Der Faszination iPhone kann sich auch hier kaum jemand entziehen. Trotz der genialen Oberfläche, der Funktionalität und des haptischen Erlebnisses muss bis zum Verkaufsstart noch einiges passieren.

Mit den Worten „one more thing“, also etwa „einen hab ich noch“, schließt Apple-Chef Steve Jobs meist seine Eröffnungs­reden zu Messen und anderen Veranstaltungen ab, um dann ein neues Produkt oder Funktionserweiterungen zu bestehenden Produkten anzukündigen.

Im Falle des iPhone wäre zu wünschen, dass Jobs vor dem Verkaufsstart in Europa noch einmal tief in die Entwicklerkiste greift und ein paar Nachbesserun­gen am iPhone vorstellt. Um jetzt hier nicht den Eindruck eines Nörglers zu erwecken – das iPhone ist klasse. Nur für den ernsthaften Gebrauch in Europa fehlen dem Supertelefon ein paar Merkmale, die allerdings in Nordamerika nicht unbedingt benötigt werden. Und mit dem Blick über den Tellerrand tut sich halt nicht nur Apple als US-Unternehmen schwer.

Telefon und Daten

Mobiltelefone wurden in den USA schon breit genutzt, als man hierzulande mit ei-nem Handy noch scheel angeschaut wurde. Dafür kam hier mit GSM ein volldigitaler Mobilfunkstandard zum Einsatz, als man in den USA noch analog kommunizierte.

GSM zählt zu den sogenannten Standards der zweiten Generation „2G“. Das im iPhone für die Datenübermittlung (Internet-Dienste) unterwegs genutzte EDGE ist eine Technik zur Erhöhung der Datenrate in GSM-Netzen, bietet allerdings maximal 384 Kilobit pro Sekunde.

Der hierzulande Verwendung findende UMTS-Standard gehört bereits zur dritten Generation der Mobilfunkstandards. Hier werden bei genutzten Erweiterungen wie HSDPA Datenraten von bis zu 3,6 Megabit pro Sekunde erreicht, vergleichbar mit einem Standard-DSL-Anschluss. In Europa ist UMTS in Ballungsräumen verfügbar, UMTS-Handys anderer Hersteller wie zum Beispiel Nokia setzen die Infrastruktur bereits ein. In ländlichen Gebieten bieten EDGE und zur Not auch GSM flächendeckende, wenn auch langsame Anbindung ans Internet.

Die Unterstützung des 3G-Mobilfunkstandards sollte für Apple als selbst ernannten Technologieführer Pflichtprogramm sein, zumindest in Europa. Erst dann machen Web, E-Mail- und andere Internet-basierte Dienste fernab eines WLAN-Hotspots wirklich Spaß.

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