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Typografie und Gestaltung in Xpress und Indesign

02.03.2007 | 12:02 Uhr |

Xpress 7 und Indesign CS2 sind sich im Funktionsumfang bei den Gestaltungsmöglichkeiten sehr nahe gekommen. In einigen Details unterscheiden sich zwar die Konkurrenten, im Großen und Ganzen kommt man mit beiden Layoutprogrammen aber zu fast identischen Ergebnissen.

Dank der Erweiterung der Maßpalette muss man in Xpress nun nicht mehr Dia­logfenster verwenden, um Zeichen- und Absatzformatierungen vorzunehmen, so wie es in Indesign bisher schon mit der Steuerungspalette möglich war. In beiden Programmen wechselt man über Symbole zwischen der Zeichen- und der Absatzbelegung. Xpress bietet zudem weiterhin die traditionelle Maßpalettenbelegung an.

Schriftwerkzeuge

Nicht so verständlich ist die Entscheidung der Quark-Programmierer, die Optionen für fett, kursiv sowie konturierten und schattierten Text beizubehalten. Erstere können zu falschen Zeichenformatierun-gen führen, wenn eine Schrift keinen ent-sprechenden Schnitt aufweist, Letztere sorgen grundsätzlich für schlecht ausse-henden Text. Da ist die Lösung von Indesign eleganter, die nur verfügbare Schriftschnitte auswählbar macht. Außerdem gefällt uns das Schriftmenü von Indesign etwas besser, da hier die asiatischen Zeichensätze gesondert aufgelistet werden und man sich so leichter zurechtfindet.

Beim Anlegen von Stilvorlagen kann man in beiden Anwendungen entweder zuerst einen Text gestalten und anschließend die Vorlage definieren, die dann die aktuellen Formatierungen übernimmt. Oder man nimmt sämtliche Einstellungen über Dialogfenster vor. Außerdem importieren beide Programme Stilvorlagen aus anderen Layouts. Verwaltet werden die Stile in einer (Xpress) beziehungsweise zwei (Indesign) Paletten, die man entweder über das Kontext- oder das Palettenmenü bedient. Nur Indesign bietet die Option, im Text manuell vorgenommene Änderungen mit dem Befehl „Format neu definieren“ in die zum Text gehörende Stilvorlage zu übernehmen.

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