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U.S.-Senator nimmt Apple Music ins Visier

23.07.2015 | 14:31 Uhr |

Al Franken fordert das DoJ und die FTC dazu auf, die Geschäftspolitik von Apple im Zusammenhang mit Apple Music zu untersuchen.

Der Senator aus Minnesota befürchtet, dass Apple die starke Marktposition bei den Verhandlungen mit den Musiklabels ausnutze, um sich Vorteile zu verschaffen, durch die nicht nur die Mitbewerber, sondern auch die Kunden geschädigt werden.

Der Gruppe „ ConsumerWatchdogs “ zufolge soll Apple bereits Druck auf drei Musiklabels ausüben, damit diese die Musik von ausgewählten Künstlern exklusiv bei Apple Music anbieten. Sollten diese Berichte zutreffen, würde dies nicht nur anderen Streaming Diensten wie Spotify und Deezer schaden, sondern langfristig auch dazu führen, dass Apple eine dominante Marktposition beim Musik-Streaming erreicht und die Preise nach belieben erhöhen könnte.
 
Ein weiterer Kritikpunkt ist Apples Politik im Bezug auf In-App Käufe. Um sicherzustellen, dass die Entwickler bei diesen Käufen immer 30 Prozent an Apple zahlen, dürfen die Entwickler die Kunden nicht darüber Informieren, wenn die gleichen Inhalte kostengünstiger auch über die eigene Website verfügbar sind. Durch diese Einschränkung sieht der Senator die Freiheit der Entwickler bei der Preisgestaltung deutlich beschnitten, wodurch Preise künstlich in die Höhe getrieben werden können. 
 
Ein Statement von Apple zu der möglichen Untersuchung gibt es bisher noch nicht. Wie mächtig das Unternehmen aus Cupertino bereits jetzt schon ist, zeigt unter anderem die dreimonatige Testphase in der Apple ursprünglich den Labels und Künstlern keinerlei Geld zahlen wollte.

 

 

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