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UMTS-Bieter knacken 70-Milliarden-Grenze

14.08.2000 | 00:00 Uhr |

Die Gebote für die UMTS-Mobilfunklizenzen haben die Summe von 70 Milliarden Mark überschritten. Unterdessen warnte der Chefvolkswirt der  Dresdner Bank, Klaus Friedrich, vor Übertreibungen bei der UMTS-Versteigerung.

Die Gebote für die UMTS-Mobilfunklizenzen haben die Summe von 70 Milliarden Mark überschritten. Nach der 133. Versteigerungsrunde wurde ein Betrag von 72,4 Milliarden Mark erreicht. Das waren sieben Milliarden Mark mehr als zum Schluss der Auktion am vergangenen Freitag.

Mit 17,9 Milliarden Mark für eine große UMTS-Lizenz (drei Frequenzblöcke) legte  Mannesmann Mobilfunk das bislang höchste Gebot der Versteigerung vor, dicht gefolgt von der Telekom-Tochter  T-Mobil. Geht die Auktion in diesem Tempo weiter, könnte bald das britische Versteigerungsergebnis vom April (75 Milliarden Mark) erreicht werden. Beobachter hatten im Vorfeld der deutschen Auktion ein solches Resultat für nicht erreichbar gehalten.

Unterdessen warnte der Chefvolkswirt der  Dresdner Bank, Klaus Friedrich, vor Übertreibungen bei der UMTS-Versteigerung: "Es gibt einen Preis, der zu hoch ist und wo es Unsinn wird", sagte er im Deutschland Radio Berlin. Die Firmen setzten sich langfristig der Gefahr eines Bankrottes aus. Der Präsident der  Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, Klaus-Dieter Scheurle, sagte der dpa in Mainz, dass ein Ende der Versteigerung gegenwärtig nicht absehbar sei.

Sechs Bieter waren in die dritte Auktionswoche gestartet, nachdem am Freitag die Telefongesellschaft debitel ausgestiegen war. Die Auktion ist beendet, wenn keiner der Bieter in einer Runde ein neues Höchstgebot vorlegt. Experten gehen davon aus, dass in dieser Woche eine Entscheidung fallen wird. dpa

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