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UMTS-Gebote steigen über 33 Milliarden DM

10.08.2000 | 00:00 Uhr |

Bei der Auktion für die UMTS-Mobilfunklizenzen in
Deutschland ist ein Zuschlag für die Telekom-Unternehmen inzwischen
nicht mehr unter fünf Milliarden DM zu haben. Die Höchstgebote für
alle zwölf Frequenzpakete kletterten am Mittwoch in Mainz nach der
103. Versteigerungsrunde auf 33,6 Milliarden DM. Eine kleine UMTS-
Lizenz mit zwei Frequenzpaketen kostet mittlerweile mindestens 5,3
Milliarden DM. Für die größere mit drei Paketen müssen mehr als acht
Milliarden DM gezahlt werden. Seit Beginn der zweiten Auktionswoche
verteuerten sich die Lizenzen insgesamt um rund 15 Milliarden DM.

Alle sieben Bewerber waren am Mittwochabend weiter im Rennen. An
der Spitze der Bieterfeldes lag erneut Mobilcom mit 8,55 Milliarden
DM für drei Pakete. Es folgten die Telekom-Tochter T-Mobil mit 8,27
Milliarden DM für drei Pakete und debitel mit 5,71 Milliarden DM für
zwei Pakete. Von der UMTS-Technik, die ab 2003 die superschnelle
Datenübertragung und Multimedia über Handy ermöglicht, versprechen
sich die Lizenzgewinner Milliarden-Geschäfte. Ein Ende der
Versteigerung war weiter nicht abzusehen.

Am Dienstag hatten die Gebote den Betrag von 20 Milliarden DM
erreicht, den Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) eingeplant hat.
Diese Summe könnte sich bald verdoppelt haben. Experten rechnen mit
Erlösen zwischen zwischen 70 und 80 Milliarden DM.

Nach Einschätzung von Beobachtern wird in Mainz erst in der
kommenden Woche eine erste Entscheidung fallen. Da die Anzahl der
Lizenzen (vier bis sechs) kleiner ist als die der Bewerber (sieben),
wird mindestens ein Bieter ausscheiden müssen. Diese Zahl könnte sich
aber weiter erhöhen, wenn ein oder mehrere Unternehmen bei der
Auktion drei der insgesamt zwölf Frequenzblöcke ersteigern wollen.
dpa

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