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UN beschäftigt sich mit Elektroschrott

28.11.2006 | 13:33 Uhr |

Die UN befasst sich mit einem Umweltgipfel in Nairobi mit dem zunehmenden Problem des Elektroschrotts.

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Die mehrwöchige Konferenz mit Delegierten aus 120 Ländern will Wege diskutieren, wie der Müllberg ausrangierter Computer, Handys und PDAs sich reduzieren und insbesondere der Abfall von gefährlichen Metallen wie Blei, Quecksilber und Cadmium sich verringern lassen könnte. Nach Schätzungen der UN fallen weltweit jährlich 50 Millionen Tonnen Elektroschrott an, was etwa fünf Prozent der gesamten Müllmenge entspreche. Einen Großteil der Abfälle verschifften die Industrienationen in Entwicklungsländer, vor allem nach Afrika. So landeten jeden Monat mehr als 100.000 ausrangierte Computer in der nigerianischen Hafenstadt Lagos. Die meist wertlosen Abfälle würden vorwiegend verbrannt, wobei toxische Stoffe frei kämen. Auf ihrem Gipfeltreffen wollen die Regierungsvertreter diskutieren, wie man Hersteller schon im Design- und Herstellungsprozess zu mehr Verantwortlichkeit für ihre Produkte bringen kann. Ermutigende Beispiele gäbe es: Sachiko Kuwabara-Yamamoto, Sekretär der Base-Konvention zur Überwachung gefährlichen Abfalls, stellte auf dem Treffen ein Programm vor, das Hersteller von Mobiltelefonen und Mobilfunkprovider gemeinsam aufgelegt hätten, um Handys dem Recycling zuzuführen.

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