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US-Bank revidiert Prognose zum "iPhone nano"

11.07.2007 | 14:14 Uhr |

Die US-Bank JP Morgan hat offenbar zu tief in die Kristallkugel geschaut: Einen Tag nach der Prognose des Taiwan-Experten der Bank, Kevin Chang, rudert das Mutterhaus zurück. Das "iPhone nano" ist nach Ansicht des Chef-Analysten Bill Shope äußerst unwahrscheinlich. Viel eher werde Apple demnächst ein Modell mit UMTS-Unterstützung anbieten.

Gestern noch versetzte Analysten der Bericht des Taiwan-Experten bei JP Morgan in Aufregung, man habe aus Zuliefererkreisen von einem günstigeren "iPhone nano"-Modell erfahren, dass Apple noch im vierten Quartal des laufenden Jahres auf den Markt bringen will. Jetzt pfeift die Zentrale den eigenen Analysten in Taiwan, Kevin Chang, zurück: "Wir halten einen solchen Produktstart für ungewöhnlich und hoch riskant. Apple brauchte zwei Jahre, bis die Firma [mit dem iPod mini] den ersten iPod der Einstiegsklasse vorgestellt hat", so der Chef-Analyst bei JP Morgan, Bill Shope.

"Nicht alle Verbraucher möchten ein Kombigerät zum Telefonieren und Musik hören, daher halten wir es für wahrscheinlich, dass Apple die Geschäftsfelder iPhone und iPod solange aufrecht erhält, wie es wirtschaftlich Sinn macht." Nach dem Bericht bei Apple Insider kritisiert Shope seinen Kollegen, weil die Quellenlage nicht solide genug sei und Apples bisheriger Geschäftspolitik widerspreche. Ein einzelnes Patent als Grundlage für eine Investition in die Aktie zu nehmen sei überdies "nicht fruchtbar". Nach Einschätzung des Mutterhauses ist es deutlich wahrscheinlicher, dass das iPhone Anfang 2008 UMTS-fähig werde, dabei aber im Preis stabil bliebe.

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