966898

US-Behörde untersucht Netz-Neutraliät

26.03.2007 | 10:17 Uhr |

Die amerikanische Telekommunikationsbehörde FCC (Federal Communications Commission) schaltet sich in den Streit um die Neutralität des Internets ein. Konsumentengruppen kritisieren, dass die Behörde dabei keine konkreten Schritte plant.

Anbieter wie Google sollen zahlen.
Vergrößern Anbieter wie Google sollen zahlen.

Die amerikanische Aufsichtsbehörde FCC hat eine formale Untersuchung eingeleitet, die herausfinden soll, wie Netzbetreiber ihren Traffic verwalten. Inhalteanbieter wie Verbrauchergruppen fordern ein Gesetz, dass es Netzbetreibern untersagen würde, Webinhalte unterschiedlich schnell auszuliefern.

Die Verbraucherschutzgruppe Public Knowledge kritisierte das Verhalten der Behörde. Es sei enttäuschend, dass die FCC keine weitergehenden Schritte einleite, sagte Präsident Gigi Sohn nach Informationen der Macworld. Die Untersuchung verzögere notwendige Schritte "um Monate, wenn nicht Jahre", um ein freies Internet zu garantieren.

Der Streit um die Neutralität des Internets tobt seit einiger Zeit. Die Netzbetreiber fordern, dass Anbieter von Inhalten zusätzliche Gebühren zahlen, damit Kunden ihre Webseite aufrufen können. Je nachdem, wie schnell eine Webseite ausgeliefert werden soll, könnten die Provider dann unterschiedliche Gebühren verlangen. Die Gebühren seien notwendig, um die Netze weiter auszubauen, argumentieren die Netzbetreiber. Verbraucherschützer fordern dagegen ein freies Internet, das kommerzielle wie private Inhalte mit gleicher Geschwindigkeit zur Verfügung stellt.

0 Kommentare zu diesem Artikel
966898