2104208

US-Behörden kritisieren iOS-Verschlüsselung

03.08.2015 | 16:10 Uhr |

Apple und Google sehen sich Vorwürfen ausgesetzt, die Verschlüsselung von Nutzerdaten könnte Terroristen unterstützen.

Anstoß für die Kritik der Autoren Benjamin Wittes und Zoe Bedell  ist dabei vor allem die Verschlüsselung der Apple Dienste wie iMessage und der iOS Plattform im Allgemeinen. Seit iOS 8 ist es Apple nicht mehr möglich, die Daten von bestimmten Nutzern zu entschlüsseln, wodurch die Zusammenarbeit mit den Behörden deutlich erschwert wird.
 
In den vergangenen Monaten und Jahren betonte Apple immer wieder, wie wichtig dem Unternehmen der Datenschutz ist. Kehrseite der Medaille: Strafverfolger haben es nun schwerer.
 
Theoretisch wäre es somit zum Beispiel möglich, dass die Nachrichten von Terrorismusverdächtigen, die von Behörden wie dem FBI überwacht werden, nicht mehr mitgelesen werden können, sobald diese über Apples iMessage Plattform verschickt werden. Nach dem amerikanischen Recht könnte Apple dadurch nicht nur die Ermittlungen erschweren, sondern sich auch selbst durch die Unterstützung von Terroristen strafbar machen.
 
Schon seit Jahren fordern Behörden wie das FBI und die CIA von Technologieunternehmen wie Google und Apple, dass diese Hintertüren in die Betriebssysteme und Apps einbauen, durch die Behörden bei Bedarf einen unkomplizierten Zugriff auf die Nutzer- und Kommunikationsdaten erhalten. Diesen Forderungen haben sich viele der Unternehmen bisher allerdings standhaft widersetzt.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2104208