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US-Bürger beziehen mehr Musik, geben aber weniger dafür aus

27.02.2008 | 15:25 Uhr |

Legale Downloads können Verluste im CD-Geschäft nicht ausgleichen.

Laut den Marktforschern der NPD Group haben die amerikanischen Konsumenten sechs Prozent mehr Musik bezogen als im Vorjahr. Trotzdem sanken dabei die Umsätze um sechs Prozent. Vor allem die Ausgaben für Audio-CD-Käufe verringerten sich weiter und sanken um zehn Prozent bzw. von 44 auf 40 US-Dollar pro Person. Die Markforscher schätzen, dass sich 2007 etwa eine Million Kunden aus der Gruppe der CD-Käufer verabschiedet hat. Unter den US-Teens sollen 2007 ganze 48 Prozent 2007 keine CD gekauft haben, 2006 waren es noch 38 Prozent. Die Zahl der Tauschbörsennutzer stagnierte zwar bei 19 Prozent, die Anzahl der herunter geladenen Dateien soll aber zugenommen haben. Laut NPD sank damit der Anteil an gekaufter Musik von 48 Prozent auf 42 Prozent.
Laut dem Analysten Russ Crupnick liegen die Chancen der Musikindustrie vor allem im Markt für legale Downloads. So stieg die Zahl der Nutzer kostenpflichtiger Downloads letztes Jahr von 24 auf 29 Millionen Kunden. Dieser beträgt in den USA aktuell zehn Prozent des Gesamtmarktes, wobei die Konsumenten vor allem der Altersgruppe zwischen 36 und 50 angehören. Erfolgreichster Anbieter ist der iTunes Store. Würde man zwölf beim iTunes Store herunter geladene Songs als eine CD zählen, wäre der iTunes Store nach Wal Mart der erfolgreichste Händler in den USA. Bei der Umfrage von NPD wurden Internet-Nutzer im Alter über 13 Jahren berücksichtigt.

Info: NPD Group

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