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US-Carrier haben Killswitch abgelehnt

25.02.2014 | 08:30 Uhr |

Die fünf größten Mobilfunkprovider haben im vergangenen Herbst eine von Samsung dem Softwarehersteller Absolute angebotene Sicherheitslösung abgelehnt, die gestohlene Smartphones aus der Ferne löschen und unbrauchbar werden lässt.

Eine solche Technologie würde nach Ansicht von US-Staatsanwälten die Diebstähle von Smartphones deutlich reduzieren - ein verpflichtendes Gesetz ist gerade im Vorschlagsstadium. Konkret handelt es sich um Lo Jack von Absolute Software, das Samsung zusammen mit dem kanadischen Hersteller präsentiert habe, berichtet der IDG News Service unter Berufung auf informierte Quellen. Lo Jack besteht aus zwei Komponenten: Eine auf dem Smartphone in die Firmware installierte Komponente und eine Desktop-App, mit der man die Software kontrollieren kann. Lo Jack ist auch dann noch aktiv, hat ein Dieb das Betriebssystem neu aufgesetzt - das Smartphone lässt sich dann löschen. Die Carrier sollen jedoch abgelehnt haben, obwohl Samsung und Absolute  den vorinstallierten Service kostenlos angeboten haben. Auf einigen Samsung-Handys ist die Firmware installiert, Anwender müssen jedoch die zugehörige App installieren und den Service abonnieren, der 30 US-Dollar jährlich kostet.

Auf dem gleichen Treffen hatte Apple den Carriern auch seine Lösung demonstriert, den bis dahin noch nicht veröffentlichten Activation Lock von iOS 7. Hat man auf dem iPhone (oder iPad) die Funktion "Mein iPhone suchen" aktiviert, lässt sich das iOS-Gerät aus der Ferne aufspüren und löschen, auf dem Gerät ohne Kenntnis des iCloud-Passwortes aber kein neues Betriebssystem aktivieren. Die Funktion ist jedoch nicht ab Werk eingeschaltet, ein mögliches Gesetz würde Apple in den USA dazu zwingen.

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