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US-Einzelhändler stoppen Musik-Download-Projekt Echo

15.06.2004 | 08:56 Uhr |

iTunes-Anbieter Apple wird im Markt für Musik-Downloads zunächst keine Konkurrenz durch US-amerikanische Einzelhändler erwachsen.

Wegen der steigenden Entwicklungskosten, der starken Konkurrenz und nicht zuletzt der schlechten Marktaussichten wurde das von Best Buy, Tower Records (MTS), Virgin Entertainment Group, Wherehouse Music, Hastings Entertainment und anderen CD-Händlern gestartete Projekt Echo vorerst wieder auf Eis gelegt.

Die Handelsketten hatten sich im Jahr 2003 zusammen getan, um sich einen Anteil am Online-Musikhandel zu sichern. Das gemeinsame Portal Echo soll dabei das Backend bereitstellen, damit diese Firmen unter jeweils eigener Marke Musik zum Herunterladen anbieten können.

Noch vor einem halben Jahr hatte das Echo-Team angekündigt, dass das Programm in Kürze live gehen würde. Anfang 2004 froren die Investoren dann jedoch ihre Gelder ein. Auslöser war insbesondere die Tatsache, dass die Umsätze im Online-Geschäft noch vergleichsweise gering ausfallen. So schätzen Marktforscher, dass 2003 in den USA lediglich Download-Einnahmen von 245 Millionen Dollar erwirtschaftet wurden. Gemessen an dem 11,2 Milliarden Dollar schweren US-Markt für Musik-CDs entspricht das einem Anteil von lediglich zwei Prozent oder - in anderen Worten - den Verkaufserlösen von etwas mehr als sieben Tagen. (mb)

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