926514

US-Forscher spielen auf Nano-Gitarrensaite

15.09.2004 | 12:56 Uhr |

London/Ithaca - Die wohl kleinste Gitarrensaite der Welt haben US-Forscher angeschlagen: Das 1,5 tausendstel Millimeter lange und wenige millionstel Millimeter dicke Nanoröhrchen aus Kohlenstoff erzeugt allerdings keine satten Bässe, sondern schwingt mit einer unhörbar hohen Frequenz, rund tausend Mal höher als die obere Hörschwelle.

Die Forscher um Paul McEuen von der Cornell-Universität in Ithaca (US-Staat New York) hoffen, auf diese Weise extrem empfindliche Messgeräte oder Bauteile zur Kommunikationstechnik herstellen zu können, wie sie im britischen Fachjournal «Nature» (Bd. 431, S. 284) vom Donnerstag berichten.

Nanoröhrchen sind das steifste bekannte Material, sehr leicht und klein und können als Transistor dienen. Ihre einzigartigen Eigenschaften machen sie zu interessanten Materialien für ein breites Spektrum so genannter nanoelektromechanischer Systeme für Wissenschaft und Technik. Die Umsetzung ist allerdings noch schwierig. Das Team um McEuen spannte nun 1,5 tausendstel Millimeter lange Kohlenstoffröhrchen an beiden Enden ein, um deren elektromechanische Eigenschaften zu untersuchen. Dabei zeigten die Forscher, dass diese Nanoröhrchen nicht nur schwingen wie eine Gitarren- oder Violinensaite, sondern dass sie sich auch entsprechend stimmen lassen.

Info American Insitute of Physics

0 Kommentare zu diesem Artikel
926514