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US-Gesetz legalisiert Unlock des iPhone – Obama vor Unterschrift

28.07.2014 | 07:54 Uhr |

Nach Ablauf der Vertragsfrist müssen die Netzwerkbetreiber künftig wieder die Software-SIM-Sperre entfernen, damit Kunden mit dem Smartphone zur Konkurrenz wechseln können.

Eine Gesetzesvorlage des US-Senats (Bill 517) revidiert nun die Entscheidung des Kongresses von Januar 2013, dass ein Entsperren des iPhones gegen digitale Copyright-Gesetze (DCMA) verstößt. In den USA wurden seitdem Smartphones nur mit Software-Sperre verkauft, die einen Kunden an einen bestimmten Netzwerkbetreiber binden. Ohne die Sperre funktioniert das Smartphone auch an fast allen Netzwerken der Konkurrenz und ist meist dann interessant, wenn der Besitzer in andere Länder reist und nicht auf teure Roaming-Dienste beschränkt sein will.

Von 2006 bis Ende 2012 war das Entsperren von Smartphones in den USA legal. Gegen die Sperrpflicht wurden prompt Unterschrift-Aktionen eingeleitet, um die Entscheidung wieder rückgängig zu machen. Sina Khanifar organisierte eine der Petitionen, die über 114.000 Unterschriften auf der „Wir sind das Volk“-Webseite des White House sammelte. Als Reaktion darauf hat die Regierung die Gesetzesvorlage zum Entsperren vorgebracht. Khanifar berichtete in einer Pressemitteilung, dass es ein langer und harter Prozess war, die Verbraucherrechte gegen die Interessen der Netzwerkbetreiber wieder zurückzugewinnen, aber es großartig ist, dass sich die Bürger-Petition durchsetzen konnte.

Nach 19 Monaten Vorbereitung und Rechtsberatung wurde die Vorlage in den letzten beiden Wochen in den USA sowohl vom Senat als auch vom Abgeordnetenhaus genehmigt und wartet nun nur noch auf die Unterschrift des Präsidenten.

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