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US-Initiaitve fordert "Kill-Switch" für gestohlene Smartphones

14.06.2013 | 10:40 Uhr |

Die von Staatsanwälten, Polizeibehörden und Verbraucherschutzorganisationen gegründete Initiative "Secure Our Smartphones" fordert technische Lösung, um den Diebstahl von Smartphones zu reduzieren.

Eine Art von Totschalter oder " Kill Switch " soll gestohlene Smartphones unbrauchbar machen, in einer einfachen Weise, wie man etwa gestohlene oder verlorene Kreditkarten deaktivieren kann. Die Initiative stellten der New Yorker Generalstaatsanwalt  Eric Schneidermann und sein Kollege aus San Francisco George Gascon gestern auf einer Pressekonferenz vor . Laut der beiden Staatsanwälte würden bereits 30 bis 40 Prozent aller Raubüberfälle wegen Smartphones geschehen, meist seien iPhones das Ziel der Räuber. Immer mehr Überfälle würden in Gewalt ausarten, es gebe Körperverletzungen und sogar Morde. In den USA habe es im vergangenen Jahr 1,6 Millionen Opfer von Smartphone-Räubern gegeben. Wenn sich gestohlene Smartphones nicht mehr nutzen und weiter verkaufen ließen, wäre der finanzielle Anreiz eines Raubes verloren, argumentieren die Initiatoren. "Wir denken, dass man dieses Problem innerhalb eines Jahres lösen kann, wenn ab 2014 nur noch Smartphone mit Kill Switches oder ähnlichen Technologien verkauft werden," erklärt Schneidermann. Es soll in Kürze ein "Smartphone-Gipfel" stattfinden, auf dem die Initiative das Problem mit Herstellern wie Apple, Google und Samsung besprechen will.

Gascon habe sich bereits mit Apple getroffen, sei dort aber abgewimmelt worden. Es gebe keine passende Technik dafür, hieß es immer. In iOS 7 führt Apple ein neues Sicherheitsfeature ein, den "Activation Lock". Ein aus der Ferne gesperrtes oder gelöschtes iPhone könne damit nur der Benutzer unter Eingabe von Usernamen und Passwort wieder freischalten. Gascon hält das jedoch nicht für ausreichend, Apple sei bisher auch zu vage gewesen, wie sicher der Schutz des iPhone damit werde.

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