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US-Justizministerium will Apples Watchdog wieder einsetzen

27.01.2014 | 06:28 Uhr |

Ein Anhörungsgremium von drei Richtern wird am 4. Februar entscheiden, ob der Kartellwächter bleibt oder geht.

Das US-Justizministerium hat am letzten Freitag vor dem Anhörungsgericht die Forderung eingelegt, dass auch weiterhin ein Kartellwächter bei Apple eingesetzt wird. In der Anklageschrift bezeichnen die Anwälte der Regierungsbehörde Apples Klagen gegen den eingesetzten Watchdog Michael Bromwich als unhaltbar, da Apple einfach über ihn herziehe, um ihn loszuwerden.

Der Anwalt Michael Bromwich wurde vom Gericht als notwendiger Kartellwächter nach Apples E-Book-Niederlage im vergangenen Oktober für zunächst zwei Jahre eingesetzt. Apple erreichte mit seinem Einspruch am letzten Dienstag eine vorübergehende Aussetzung dieser Auflage . In einer Anhörung am 4. Februar vor einem Gremium von drei Richtern soll nun entschieden werden, ob der interne Überwacher bleibt oder geht.

Die Richter des US-Justizministeriums argumentieren, dass Apple es versäumt hat zu beweisen, dass kein Kartellwächter notwendig ist, damit Apple sich künftig an die Kartellrichtlinien hält. Seit der Einsetzung habe Apple keinerlei Kooperation gezeigt, sondern alle Ermittlungen verschleppt. Bromwich konnte in den zwei Monaten nur mit elf Mitarbeitern Interviews von insgesamt 13 Stunden Dauer durchführen und erhielt bisher lediglich 303 Seiten Dokumentation. Von den elf Mitarbeitern waren gleich sieben Anwälte von Apple.

Bromwich pocht auf seine 20-jährige Berufserfahrung, wo er bisher in drei weiteren hochrangigen Fällen von Gericht erfolgreich als Kartellwächter eingesetzt wurde. Er beschwert sich dass ihm ein so feindseliger Empfang wie bei Apple bisher noch nie untergekommen sei.

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