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US-Kanzlei reicht Sammelklage gegen Nokia ein

07.04.2004 | 11:19 Uhr |

New York - Die Umsatzwarnung von Nokia wird für den weltgrößten Handy-Hersteller ein juristisches Nachspiel nach sich ziehen.

Wie die US-amerikanische Kanzlei Milberg Weiss Bershad Hynes & Lerach LLP am Dienstagabend in New York mitteilte, haben die Juristen im Auftrag von Investoren bei einem Bezirksgericht eine Sammelklage gegen Nokia eingereicht. Die Klage richte sich auch gegen Verantwortliche der finnischen Gesellschaft.

Die Kanzlei begründete die Klageeinreichung mit der Umsatzwarnung des finnischen Unternehmens am Dienstag. Vom 8. Januar bis zum 6. April habe Nokia damit eine Reihe von Falschdarstellungen in den Markt gegeben, hieß es. Verklagt werden neben dem Konzern auch Vorstandschef Jorma Ollila, Finanzchef Richard A. Simonson sowie Nokia-Präsident Pekka Ala-Pietila.

Nokia hat seine Umsatzerwartung für das erste Quartal drastisch nach unten korrigiert. So wird statt einem Zuwachs von drei bis sieben Prozent ein Rückgang um 2 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro erwartet.

Die in den USA stellvertretend für ausländische Aktien gehandelten Hinterlegungsscheine ADR (American Depositary Receipt) von Nokia fielen um 18,63 Prozent auf 17,44 US-Dollar und gaben auch im nachbörslichen Handel weiter nach.

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