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US-Richterin lehnt Kunden-Klage gegen Apple ab

02.12.2013 | 08:08 Uhr |

Wieder einmal musste Apple sich vor Gericht verteidigen. Diesmal ging es aber nicht um Lizenzstreitigkeiten, sondern um die vorgebliche Verletzung der Privatsphäre der eigenen Kundschaft.

Vier Kläger wollten vor einem kalifornischen Gericht gegen den iPhone-Hersteller Recht behalten. Ihr Vorwurf: Apple habe gegen die eigenen Datenschutzrichtlinien verstoßen und es dem iPhone-Betriebssystem iOS ermöglicht, über Apps persönliche Daten wie auch die eindeutige Geräte-ID (UDID) des Eigentümers an Drittentwickler zu übermitteln. Diese hätten die Informationen sammeln und analysieren können, ohne dass der Nutzer seine Zustimmung hierzu gegeben hätte. Außerdem habe man durch das unerwünschte Speichern von Daten unter anderem Akkulaufzeit und Speicherplatz auf dem iPhone verloren und daher auch zu viel dafür bezahlt. Auch das inzwischen eingestellte Speichern der Standortdaten auf den Servern von Apple war Gegenstand der Klage.
Letztlich aber sah das Gericht es nicht als erwiesen an, dass den Klägern tatsächlich durch die ”unrichtige Darstellung” dieser Sachverhalte durch Apple ein Schaden entstanden sei. Dafür aber hätten die Kläger Beweise vorlegen müssen, dass sie der angeblichen Falschdarstellung von Apple wirklich vertraut hätten, und dass ihnen dadurch Nachteile entstanden wären, begründete Richterin Lucy H. Koh ihr Urteil in San Jose. Weder die Anwälte noch die Rechtsabteilung von Apple haben den Ausgang des Verfahrens bisher kommentiert.
 
Info: Reuters.com

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