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US-Schulen: Schüler künftig wieder ohne Laptops

08.05.2007 | 12:42 Uhr |

In den USA ist die Euphorie für Laptops als Unterrichtsmittel zunehmend vorbei. Die Schüler würden lieber Pornos aus dem Netz ziehen statt sich mit dem Lehrstoff zu beschäftigen, berichtet Spiegel Online unter der Headline ”WEB 0.0: US-Schulen schwören Computern ab.”

Macbooks Core 2 Duo
Vergrößern Macbooks Core 2 Duo

Der flächendeckende Einsatz teurer Laptops habe an den US-Schulen keine messbaren Fortschritte bei der Vermittlung der Lehrinhalte gebracht, stellt unter anderem das amerikanische Bildungsministerium in einer Studie fest. Lieber surften die Schüler im Internet und würden geschickt auch die neuesten Sicherheitsmaßnahmen umgehen, um zum Beispiel an Pornos im Internet heranzukommen. Daher nehmen erste Schulen die Laptops den Schülern wieder weg – die jungen Leute sollten sich wieder mit Mathe und Geschichte statt mit Super-Mario befassen. "Neue Medien verhelfen Schülern nicht zu besseren Noten", zitiert Spiegel Online Mark Warschauer, Pädagogik-Professor an der University of California in Irvine. Allerdings weise der Autor des Buches "Laptops and Literacy - Learning in the Wireless Classroom" auch darauf hin, dass die Arbeit mit Computern die Kreativität und Selbstständigkeit der Jugendlichen fördere. Warschauer meint: "Wenn es um kurzfristige Lernerfolge geht, sind Laptops das falsche Mittel. Aber wenn wir weiterhin Leute wie Steve Jobs und Bill Gates hervorbringen wollen, sind sie extrem nützlich." Sollten die Schulen gegenüber Laptops und vor allem Neu-Anschaffungen künftig einen restriktiveren Kurs fahren, wäre höchstwahrscheinlich auch Apple davon betroffen, dass in den USA bei der Ausstattung von Schulen mit Laptops vor allem mit Dell konkurriert.

Info: Spiegel Online.

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