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US-Urheberrecht gefährdet iPod

07.07.2004 | 16:34 Uhr |

Die US-Zeitung USA Today sieht die Zukunft des iPod und anderer Abspielgeräte für digitale Medien durch ein Gesetz gefährdet, über das der US-Senat gerade berät.

Kritiker sehen die Urheberrechtsregelung Inducing Infringement of Copyrights Act zu restriktiv ausgelegt. Zur Eindämmung von Piraterie konzipiert, mache das Gesetz nicht nur die Betreiber von Tauschbörsen wie Grokster und Kazaa für die Taten ihrer Anwender verantwortlich, auch Apple müsste sich als iPod-Hersteller dafür verantworten, wenn Besitzer des Gerätes darauf nicht lizensierte Musik abspielen. Neben Hersteller von CD- und DVD-Playern müssten selbst Medienhäuser, die Tipps für das digitale Leben veröffentlichen mit Klagen der Rechteinhaber von Musik und Filmen rechnen, wenn das Gesetz Gültigkeit erlangt. In einer gemeinsamen Initiative wollen insgesamt 42 Unternehmen, darunter Google, eBay, Intel, Verizon und Cnet ihre Bedenken vor dem Senat vortragen, ein entsprechender Brief ging an den das Vorhaben unterstützenden Senator Orrin Hatch. Zu den Befürwortern des Gesetzes gehört die unter anderem von Microsoft und Adobe getragene Business Software Alliance (BSA). Hersteller wie Apple und Hewlett-Packard haben sich bislang nicht zu dem Vorhaben geäußert.

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