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US-Yahoo verdoppelt Preise für Musik-Abonnement

24.10.2005 | 12:38 Uhr |

Wollen die Nutzer den höheren Preis nicht bezahlen, wird die gesamte Musiksammlung unbrauchbar, berichtet das österreichische IT-Magazin Future-Zone.

Bislang berappen Abonnenten von Yahoos "Music Unlimited" knapp 5 US-Dollar im Monat und haben dafür Zugriff auf das Musikangebot des Portals inklusive 120 vorprogrammierten Radiostationen. Außerdem nötig zum Zugang ist der Musik-Client Yahoo! Music Engine - auch dieser ist nur in den USA erhältlich. Möchte man abonnierte Musikstücke auch auf CD brennen, kostet das für Mitglieder jeweils 79 Cent zusätzlich. Im Grunde handelt es sich also bei dem "Abo-Service" eher um einen Verleih, weil die Musik erst nach Zahlung dieser Extragebühr in den eigenen Besitz übergeht. In einer E-Mail an die Abonnenten kündigte Yahoo laut Future-Zone an, den Preis für Abos, die auch das Übertragen der herunter geladenen Songs auf einen portablen Musikplayer erlaube, zu verdoppeln - das sind dann 120 statt 60 US-Dollar im Jahr. Weigert man sich, diese neuen Gebühren zu akzeptieren, könne man auch seine bisherige Musiksammlung, sofern sie nicht schon auf CD übertragen ist, nicht mehr nutzen. Future-Zone spricht davon, dass diese Vorgehensweise "einer Erpressung nahe kommt". Noch zum alten Preis registrierte Abonnements laufen immerhin bis Ende des Jahres zu den bisherigen Konditionen weiter. Im Unterschied zu diesem Verleih-Modell bietet etwa Apples iTunes Music Store (wie übrigens auch Yahoo USA in einem anderen Preismodell) für 99 Cent pro Track einen "echten" Download an, die geladenen Sounds lassen sich anschließend auf einen iPod übertragen oder ohne zusätzliche Kosten auf CD brennen.

Info: Future-Zone

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