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USA Today: Mac behauptet sich gegen 2,2-GHz-PC

15.07.2002 | 10:03 Uhr |

München/Macwelt - Die alte Geschichte von Hase und Igel setzt sich im Vergleich von Macs und PCs weiter fort: Wer ist zuerst am Ziel? Der renommierte Mac-Autor und Kolumnist Gene Steinberg, der mit Macnightowl auch eine eigene Website betreibt, lie? für das amerikanische Massenblatt USA Today einen Dual-Prozessor Power Mac (2 X 1 GHz) gegen einen Sony-PC (Sony Vaio RX690G Digital Studio) mit einem 2, 2 GHz-Intel-Prozessor antreten. Apple unterstützte Steinberg dabei tatkräftig: Der Mac-Hersteller stellte dem Autor nicht nur den Power Mac zur Verfügung, sondern auch die eigenen Test-Protokolle und -Anweisungen sowie das 44 MB gro?e Photoshop-Bild, das Apples in seinen eigenen Tests verwendet. Anders als der Mac-Hersteller entschied sich Steinberg dazu, das System unter alltäglichen Belastungen inklusive Netz-Anschluss zu belassen. Der Mac lief unter Mac OS X 10.1.5, der Sony-PC mit Windows XP.
Seine Ergebnisse: Der Dual-Prozessor-Mac erledigte die neun Photoshop-Aufgaben, die beiden Computern gestellt wurden, in fünf Fällen schneller als der PC; in den anderen vier Wertungen lag der PC nur sehr knapp vorne. Insgesamt war das Intel/Windows-System bei den Rendering-Tests mit Photoshop 7 laut Steinberg um 41 Prozent langsamer (Mac: 35,5 Sekunden; PC: 50,1 Sekunden für alle Tasks). Au?erdem verglich Steinberg die Boot-Geschwindigkeit (Kaltstarts) der beiden Computer: Hier lag der Sony-PC mit 35 Sekunden gegenüber dem Power Mac mit weit über einer Minute deutlich vorn. Mit den jeweils neuesten Versionen des Internet Explorer stellte der Autor ferner fest, dass sich die Geschwindigkeit der Systeme im Web zumindest bei den von ihm angesteuerten Seiten kaum voneinander unterscheidet.
Schlie?lich startete Steinberg auf beiden Computern den 3D-Shooter QIII Arena. Bei einer Auflösung von 640 X 480 Pixeln raste der Sony-PC mit einer Framerate von 194 Bildern pro Sekunde dem Mac (111 Bilder pro Sekunde) förmlich davon. Mit einer Auflösung von 1024 X 768 Pixeln relativierte sich der Abstand allerdings wieder etwas (134 gegenüber 104 Bildern pro Sekunde zu Gunsten des PCs). Zu bedenken ist dabei nach Ansicht von Steinberg, dass der Sony eine zwar ältere, dafür aber leistungsfähigere Grafikkarte von nVidia (GeForce2 Titanium) eingebaut hatte, der Powe rMac dagegen eine GeForce4 MX, ebenfalls von nVidia.
Am Ende seines Beitrags bei USA Today zieht Gene Steinberg das Fazit: Wenn das nächste Mal jemand behauptet, ein Windows-PC sei immer schneller als ein Mac, dann möge man ihn auf seinen Artikel verweisen. tha

Info: USA Today

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