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USA sind weltgrößte Spammer

13.10.2005 | 12:21 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Vereinigten Staaten führen weiterhin das "Dirty Dozen" an, eine vom IT-Security-Anbieter Sophos erstellte Liste der zwölf Länder, aus denen die meisten Spam-Mails versendet wurden.

Allerdings stammten im Untersuchungszeitraum vom April bis September 2005 "nur noch" 26,4 Prozent aller unerwünschten Werbe-Mails aus den USA, im Vorjahr waren es noch 41,5 Prozent. Offenbar tragen das massive Vorgehen der Regierung und nicht zuletzt eine bessere Absicherung der IT-Systeme Früchte.

Derzeit schicken sich die Asiaten an, die Vereinigten Staaten von ihrer zweifelhaften Spitzenposition zu verdrängen. So stieg Chinas Beitrag zum weltweiten Spam-Aufkommen von neun auf 16 Prozent. Der Anteil der aus Südkorea stammenden Spams wuchs von zwölf auf 20 Prozent. Als wahrscheinlichen Grund für die Zunahme nannte Sophos die zunehmend höhere Durchdringung asiatischer Länder mit Breitband-Verbindungen. Zudem würden ältere Windows-Versionen die unfreiwillige Verbreitung von Spam-Mails über "Zombie-PCs" erleichtern.

Auf den Plätzen vier und fünf finden sich Frankreich (3,46 Prozent) und Brasilien (2,67 Prozent), gefolgt von Kanada, Taiwan, Spanien, Japan, Großbritannien und Pakistan. Deutschland rutschte im Sophos-Ranking um zwei Plätze nach hinten und nimmt mit 1,26 Prozent Position zwölf der Rangliste ein.

Das Gesamtaufkommen an weltweiten Spam-Mails lag laut Sophos-Angaben auf Vorjahresniveau. (mb)

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