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USB 2.0 gegen Firewire

14.12.2000 | 00:00 Uhr |

München/Macwelt - Die erste Hardware mit dem neuen USB-2.0-Standard steht vor der Tür und die Spekulationen darüber, ob Apple auf den Zug aufspringt, nehmen zu. Apple verfolgte bislang die Strategie USB-Verbindungen lediglich für langsame Geräte, wie zum Beispiel für Drucker und Eingabegeräte zu verwenden. Bei Geräten, die eine schnelle Datenübertragsrate verwenden, setzte Apple bisher aber auf seine eigene Firewire-Technologie, auf Grund der langsamen Verbindung von USB 1.1 mit nur 12 Mbit/s sicherlich nachvollziehbar. Der neue USB-Standard 2.0 schafft es allerdings, mit einer Geschwindigkeit bis zu 480 Mbit/s Daten auszutauschen. Das wäre dann theoretisch 80 Mbit/s schneller, als die von Apple verbaute Firewire-Schnittstelle (IEEE 1394). Es stellt sich also die berechtigte Frage, ob Apple weiterhin seine alte Strategie verfolgen wird, oder ob USB 2.0 auch Einzug auf den neuen Macs hält. Sicherlich steht Firewire noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung. So sollen einst Geschwindigkeiten von bis zu 1600 Mbit/s erreicht werden. Es bietet auch einige Vorteile gegenüber USB 2.0, aber auf diesen Standard entwickeln viele Hardware-Hersteller ihre neuen Geräte. Eine Verweigerung von Apple könnte so den Trend hin zur billiger Mac-Peripherie ein jähes Ende bereiten. Im Moment bleibt es weiterhin unklar, wie es mit USB 2.0 am Mac aussehen wird. Apple hat zwar für Anfang des Jahres Treiber für diesen Standard versprochen, aber ein Fertigstellungstermin ist noch nicht in Sicht. Zur Zeit bemüht sich lediglich Orange Micro, die neue Technologie auf den Mac zu übertragen. Orange stellt auf seiner Webseite USB 2.0 Treiber für den Mac in Beta Versionen zur Verfügung und kündigte auch schon entsprechende Erweiterungskarten an. Es bleibt abzuwarten, für welche Schnittstellen-Politik sich Apple entscheiden wird. mh

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