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Uber will Nokia here Audi, BMW und Mercedes wegschnappen

11.05.2015 | 07:32 Uhr |

Uber bietet rund 2,7 Milliarden Euro für Nokia here. Doch Audi, BMW und Mercedes-Benz halten dagegen und verbünden sich mit Baidu.

Bereits seit einigen Wochen ist bekannt, dass Nokia seinen Kartendienst Nokia here verkaufen will. Mit dem Erlös will Nokia seine Expansion im Netzwerk-Ausrüsterbereich finanzieren.

Für Nokia here bieten angeblich der Fahrervermittlungsdienst Uber, Facebook und die deutschen Automobil-Hersteller Audi, BMW und Mercedes-Benz mit. Wobei sich die deutschen Automobil-Hersteller mit der chinesischen Suchmaschine Baidu zusammengetan haben sollen um ein gemeinsames Angebot abgeben zu können. Außerdem soll noch eine Private Equity-Firma um here mitbieten. Angeblich soll Nokia auch schon mit Apple Gespräche über einen Verkauf von here geführt haben.

Die New York Times hat nun eine konkrete Summe genannt. Demnach bietet Uber drei Milliarden US-Dollar (rund 2,7 Milliarden Euro) für here. Das will die New York Times von drei Personen erfahren haben, die das Gebot kennen. Zudem soll laut New York Times Ende Mai die Entscheidung darüber fallen, an wen Nokia seine Kartensparte verkaufen werde.

Der Wert von here wird auf 2,1 Milliarden US-Dollar (1,87 Milliarden Euro) geschätzt. Im Jahr 2008 hatte Nokia noch 8,1 Milliarden US-Dollar (7,2 Milliarden Euro) für den Geodaten- und Kartenanbieter Navteq gezahlt, der zusammen mit Nokia Ovi den Kern von Nokia Here bildete.

Die Verhandlungen laufen aber noch auf vollen Touren, eine Entscheidung ist offensichtlich noch nicht gefallen. Microsoft wird übrigens nicht als potenzieller Käufer genannt, obwohl Bing Maps und here eng zusammenarbeiten.

Uber würde mit der Übernahme von here unabhängig von Google Maps werden. Denn Google Maps benutzt Uber bisher als Kartenbasis für seine Fahrervermittlungsdienste.

Nokia here ist vor allem bei den fest eingebauten Navigationssystem weit verbreitet. Auch in dem von uns getesteten Mazda 3 kommt here zum Einsatz. Die Automobil-Hersteller brauchen für ihre Forschungen mit teil- und hoch-automatisiert fahrenden PKWs wiederum sehr exaktes Kartenmaterial, wie es here besitzt.

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