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Über welche Chips sprechen Apple und Intel?

25.05.2005 | 13:25 Uhr |

An den Spekulationen über eine Zusammenarbeit von Apple und Intel könnte diesmal etwas dran sein, meinen Analysten. Joe Wilcox von Jupiter Research ist jedoch der Ansicht, die Gespräche, in denen die beiden Firmen stehen sollen, drehen sich nicht um Intel-Chips in Macs: "Da niemand vorhersagen kann, was Apple macht, würde es mich nicht überraschen, wenn Verhandlungen über etwas anderes als Computer liefen." Tim Deal von Business Research will auch nicht glauben, dass Apple den Prozessorhersteller für seine Rechner wechseln wolle: "Ich bin skeptisch. Aber wenn es wirklich Gespräche gibt, dann über etwas harmloseres." Deal spekuliert über die Möglichkeit, künftige iPod-Generationen könnten mit Intel-Chips ausgestattet sein und PDA-Funktionalität mitbringen. Die Migration des Betriebssystems auf die Intel-Chip-Architektur würde Apples Ressourcen überfordern und nicht zuletzt die Entwickler von Drittherstellern vor große Herausforderungen stellen. Auswirkungen auf die Chip-Partnerschaft von Apple und IBM sehen beide Analysten nicht. Viele Hersteller würden für unterschiedliche Produkte mehrere Chip-Lieferanten haben. "Der Kern von Apples Mac-Linie wird immer auf IBMs Power PC basieren", meint Deal, allenfalls für Produkte wie den Mac Mini wären eine Intel-Alternative denkbar.

In eine ganz andere Richtung denkt Kevin Krewell vom Microprocessor Report. Apple habe die Gerüchte selbst gestreut, um IBM unter Druck zu setzen, seine Nachschubprobleme in den Griff zu bekommen: "Ich glaube das war nur ein Schachzug in den Verhandlungen, um IBM zu zeigen, dass man sich nicht ausreichend gewürdigt fühlt."

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