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Übernahmeschlacht um US-Chipkonzern Freescale Motorola-Spinoff soll 16 Milliarden US-Dollar kosten

12.09.2006 | 11:59 Uhr |

Zwei Investmentfirmen-Gruppen liefern sich gegenwärtig eine Übernahmeschlacht um den drittgrößten amerikanischen Chiphersteller Freescale Semiconductor.

Dabei geht es um ein Geschäft im Wert von mehr 16 Milliarden Dollar (12,5 Mrd Euro). Ein Konsortium aus den Investmentfirmen Texas Pacific Group, Blackstone Group, Permira und Carlyle Group hätten seit Monaten mit Freescale verhandelt. Ein Konkurrenz-Konsortium, zu dem Kohlberg Kravis Roberts & Company, Silver Lake Partners, Bain Capital und Apax gehören, habe am späten Sonntagabend ein noch höheres Angebot abgegeben, berichtete die «New York Times» am Dienstag in ihrer Onlineausgabe. Diese Gruppe habe aber bisher die Finanzierung noch nicht sicher gestellt. Deshalb könnte sich der Freescale-Verwaltungsrat für die Offerte von Texas Pacific-Blackstone entscheiden, bei der die Finanzierung stehe.

Sollte hingegen die Kohlberg-Silver Lake-Gruppe erfolgreich sein, könnte sie Freescale mit der Halbleitersparte der Philips Electronics zusammenlegen, deren Kauf sie im vergangenen Monat für 3,4 Milliarden Euro vereinbart hatte. Freescale ist mit einem Umsatz von 5,8 Milliarden Dollar zehntgrößter Chiphersteller der Welt. Die Chips werden in Handys, Autos, Telekommunikations- und anderen Produkten eingesetzt,

Investmentfirmen kaufen Unternehmen in der Regel zum erheblichen Teil mit geliehenem Geld. Freescale ist die ehemalige Halbleitersparte des größten amerikanischen Handyherstellers Motorola, die 2004 verselbstständigt worden war. Freescale mit Sitz in der texanischen Stadt Austin hatte bestätigt, dass sich das Unternehmen «in Verhandlungen über eine mögliche geschäftliche Transaktion befinde». Die Freescale-Aktien schossen am Montag um fast 21 Prozent auf 37,06 Dollar in die Höhe.

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