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Festplatten werden teurer, SSDs stärker nachgefragt

05.12.2011 | 06:48 Uhr |

Der Bedarf für die neuen Ultrabooks der großen PC-Hersteller treibt die Nachfrage an, aber die Preise für SSDs sind noch viel zu hoch, um als Ersatz für herkömmliche Festplatten in Frage zu kommen.

Iomega SSD Flash 64 GB
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© Iomega

Die Anzahl von dringenden Express-Bestellungen für SSDs hat in den letzten Monaten deutlich zugenommen. Laut der Forschungsabteilung von Trend-Force DRAM-Exchange setzt sich dieser Trend ungebrochen fort, auch wenn dank der globalen Finanzkrise die Nachfrage nach SSD -Geräten von Smartphones, Tablets bis hin zum High-End-Laptop nachließ.

Hewlett-Packard , Acer , Asus , Toshiba und Lenovo haben im Oktober oder November ihre ultra-dünenn Laptop-Modelle (Ultra-Books) mit 64 bis 128 GB-SSDs statt Festplatte auf den Markt gebracht. Nur Asus bietet dabei als Option auch den zusätzlichen Einbau einer herkömmlichen Festplatte an. SSDs sind pro GB Kapazität mindestens zehnfach teurer als Festplatten. Die Analysten von i-Suppli und Objective-Analysis bestätigen derzeit einen Preis von 17 US-Dollar pro Gigabyte und erwarten, dass dieser in 2012 auf 12 und bis 2015 auf fünf US-Dollar fallen wird.

In der ersten Hälfte 2011 hat Thailand weltweit 40-45 Prozent aller herkömmlichen Festplatten produziert, aber die Flut im Oktober zwang fast die Hälfte der Fertigungsanlagen wegen Zugangsproblemen oder unzuverlässiger Stormversorgung zum Schließen. Zwar haben PC-Hersteller in der Regel einen Lagerbestand von zirka fünf Monaten, aber der Engpass wird voraussichtlich bis Mitte 2012 anhalten und die Preise für Hersteller und Endkunden vor allem im ersten Quartal nächsten Jahres um bis zu 30 Prozent hochschnellen lassen, erwarten Analysten bei IDC.

Marktforscher schätzten ursprünglich, dass steigende Festplattenpreise die Nachfrage nach SSDs steigern wird, aber die Preisdifferenz zwischen den beiden Speichermedien ist zu hoch, um Kunden zum Umsteigen zu bewegen. Frank Zhang, ein Analyste bei I-Suppli sieht es als äußerst unrealistisch, dass der Kunde eines 700-Euro-Laptops hunderte von Extra-Euros für ein SSD-Laufwerk hinblättern will. Im Allgemeinen fokussieren Hersteller ihre Haupt-Produktion auf kostengünstige Computer und setzen ausschließlich im High-End-Bereich SSDs aus Gewichts- und Leistungsgründen ein.

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