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Umfrage: Interesse am iPad lässt nach

08.02.2010 | 11:14 Uhr |

Eine Statistik über das iPad-Kaufinteresse zeigt, dass das Interesse der Kunden scheinbar gesunken ist. Dabei bleibt die Umfrage fragwürdig. Apples Produktstrategie hat sich wieder einmal voll ausgezahlt: Bereits Wochen vor der Auslieferung ist das neue Apple-Gerät 82 Prozent aller potentiellen Käufer ein Begriff.

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© Apple

Kaum ist das iPad vorgestellt, kommen auch schon die ersten negativen Kommentare. Laut einer Umfrage der Online-Marktforscher von Retrevo soll das Interesse am neuen iPad bereits spürbar nachgelassen haben. Zur Umfrage wurden von Retrevo vor der Freigabe des iPads 1.000 Online-Kunden zufällig ausgewählt und die Prozedur mit weiteren 1000 Kunden nach der Freigaben wiederholt. Retrevo hat bereits den Ruf von unzuverlässigen, frisierten Statistiken und gibt zu auch, die beiden Kundenkreise nicht aus der gleichen Bevölkerungsschicht ausgewählt wurden.

Der Fragekatalog umfasste, ob der Kunde von iPad gehört hat, am Kauf interessiert wäre und ob er für optionalen 3G-Anbindung extra bezahlen würde. Nach Auswertung veröffentlichte Retrevo, dass sich die Anzahl von Kunden mit Information über das iPad, aber ohne Kaufinteresse von 26 auf 52 Prozent nach der Vorstellung verdoppelt hat. Bei den informierten Kunden wollen jetzt nur noch 49 Prozent ein iPad erwerben - vorher sollen es 61 Prozent gewesen sein. Und 59 Prozent der Befragten würden nicht 130 US-Dollar extra für 3G zahlen. Aber was besagt die Statistik? Lediglich, wie sehr die Kunden die Gerüchteküche vor der Veröffentlichung verfolgten und wie groß das Interesse an einem neuen Apple-Produkt ist, dass neben Stephen Colbert noch niemand außerhalb Apples in die Finger bekam.

Nur ein Fakt der Umfrage ist interessant: Ganze 82 Prozent der zweiten Gruppe hörten von der Vorstellung des iPads . Apple beweist damit einmal wieder, dass sich seine Produktstrategie voll auszahlt. Die Auslieferung wird erst Ende nächsten Monats erfolgen, aber über das iPad spricht jetzt schon fast jeder. Ob sich das Interesse aber auch in Verkaufszahlen niederschlägt, wird sich erst herausstellen, wenn Kunden endlich Hand anlegen können.

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