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Post-PC-Ära mit iCloud

22.08.2012 | 11:06 Uhr |

Vergangene Woche haben wir unsere Leser gefragt, wie viele von ihnen die iCloud-Dienste überhaupt nutzen und wozu.

Der Synchronisierungsdienst iCloud ist ein knappes Jahr alt. Zum ersten Mal stellte Apple die neuen Funktionen auf der WWDC 2011 vor. Es ist an der Zeit zu prüfen, ob sich die These von Steve Jobs bewahrheitet hat. Der verstorbene Apple-CEO hatte eine Post-PC-Ära mit iPhone und iPad und ohne Kabel und Tastatur vorhergesagt.


Für unsere Leser hat diese neue Ära offenbar schon längst begonnen. Nur knapp 13 Prozent nutzen überhaupt keine Cloud-Dienste, sei es von Apple oder von Drittanbietern. Nach der Geräte-Aufteilung setzt die Mehrheit iCloud im Zusammenspiel mit iPhone oder iPad ein (knapp 80 Prozent). 15 Prozent der Macwelt-Leser nutzen iCloud unter Windows, 70 Prozent – mit OS X (ab Lion). Geht man davon aus, dass die Windows-Anwender entweder ein iPhone oder ein iPad besitzen und die iCloud für die Synchronisation zwischen dem Desktop-PC und dem mobilen Gerät nutzen, setzt nur ein kleiner Anteil der Mac-Anwender die iCloud zur reinen Datensynchronisation der Desktop-Dateien ein (rund fünf Prozent).

So nutzen die Macwelt-Leser iCloud.
Vergrößern So nutzen die Macwelt-Leser iCloud.


Die Einsatzbereiche bei der iCloud sind unterschiedlich vertreten. So ist die beliebteste Funktion der Abgleich eigener Mails, Adressen und Termine. Diese Funktion haben 76 Prozent der Leser genannt. Die Zahl deckt sich fast mit der der iPhone- oder iPad-Besitzer. Man kann davon ausgehen, dass die meisten Anwender der iOS-Geräte als Erstes den Abgleich von Mail, iCal und Adressbuch einstellen. Dazu lässt sich anmerken, dass Apple diese Funktion auch am konsequentesten implementiert hat  und die Nutzung wirklich plattformunabhängig ist. So kann man auf eigene Post über Outlook auf dem Windows-PC (ab Outlook 2007), auf dem Mac (ab OS X Lion), auf dem iPhone und iPad (ab iOS 5) und über ein Webinterface unter iCloud.com zugreifen. Den Windows-Nutzern steht noch Fotostream – der Abgleich der Bilder über iTunes – zur Verfügung. Eigene Fotos synchronisieren über die Hälfte aller Beteiligten. Jeweils rund 40 Prozent der Teilnehmer aktualisieren das iOS über iCloud und machen die Sicherungskopien nicht auf dem Rechner, sondern in der Wolke.

iTunes Match und iWork-Synchronisation zählen zu den neueren Funktionen der iCloud. So hat iTunes Match sein Debut in Deutschland erst Ende 2011 gegeben. Eine vernünftige Synchronisation der iWork-Dokumente bietet erst Mountain Lion. Dementsprechend gering ist die Begeisterung der User dafür – jeweils 30 Prozent. Weitere Cloud-Dienste von Drittanbietern verwenden 40 Prozent der Nutzer. Manche trauern in den Kommentaren auch den abgeschafften Mobile-Me-Funktionen wie iDisk, iWeb und iSync nach.

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