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Umfrage zu "Killerspielen": Mehrheit für ein Verbot

10.01.2007 | 15:32 Uhr |

In der Folge des Amoklaufs von Emsdetten und des daraufhin geforderten Verbots von so genannten "Killerspielen" hat das Institut für Demoskopie Allensbach eine Umfrage zu diesem Thema gestartet. Die Ergebnisse liegen nun vor.

IFD Allensbach
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In der Zeit vom 1. bis 12. Dezember 2006 hat das Institut 2077 Bundesbürger im Alter ab 16 Jahren zu diesem Themengebiet befragt . Dabei ging es nicht in erster Linie nur um Gewalt verherrlichende Computerspiele, sondern auch um Gewaltdarstellungen im TV und die Frage, ob der Amoklauf von Emsdetten ein Zeichen einer generellen Gewaltbereitschaft unter jungen Leuten sei oder man von einem "gestörten Einzeltäter", so Allensbach, sprechen müsse.

48 Prozent der Befragten waren der Ansicht, dass der Amoklauf ein Anzeichen für die weit verbreitete Gewaltbereitschaft unter jungen Leuten sei, 44 Prozent meinten, dass es sich um einen "gestörten Einzeltäter" gehandelt habe.

Hinsichtlich der Gewaltdarstellungen im Fernsehen und Videospielen zeigten sich die Befragten recht einig. 65 Prozent der Teilnehmer wären dafür, Gewaltdarstellungen im Fernsehen oder Spielen komplett zu verbieten, 22 Prozent wären gegen ein solches Verbot.

Auch beim Thema "Killerspiele" zeigt sich ein einheitliches Bild. So wären 60 Prozent der Befragten für ein Verbot dieser Spiele, 34 Prozent lehnen ein Verbot ab.

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