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Umstellung der Bundestags-Computer auf Linux verzögert sich

13.10.2004 | 15:51 Uhr |

Die Umstellung der Bundestags-Computer auf das Betriebssystem Linux ist nach technischen Problemen teilweise gestoppt worden.

Das teilte ein Sprecher des Bundestags am Mittwoch in Berlin mit. Nachdem am Wochenende die letzte Phase der Umstellung abgeschlossen worden war, gab es am Montag an den rund 5000 Rechnern der Bundestagsabgeordneten und der Verwaltung erhebliche Schwierigkeiten beim Zugriff auf E-Mails und das Internet. An jedem dritten Rechner sei ein Arbeiten im Web für etwa zwei Stunden überhaupt nicht möglich gewesen. Nach diesen Schwierigkeiten wurde die Technik den Angaben zufolge zunächst wieder auf das alte Betriebssystem Windows umgestellt. Linux soll nun erst nach einer «Fehleranalyse» wieder eingesetzt werden. Wie viel Zeit dafür benötigt wird, konnte der Parlamentssprecher nicht sagen.
Im Frühjahr 2002 hatte der Ältestenrat beschlossen, dass auf den rund 150 Servern des Bundestags die Software des Marktführers Microsoft durch das freie Betriebssystem Linux ersetzt wird. Allerdings sollten die Arbeitsplätze weiter mit Windows ausgestattet bleiben. Linux ist ein so genanntes offenes Betriebssystem, bei dem der Quellcode des Programms frei und kostenlos verfügbar ist. Befürworter lobten damals die höhere Sicherheit gegen Computerviren und eine größere Flexibilität. Zudem sei man nicht mehr an die Lizenzpolitik von Microsoft gebunden.

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