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Umweltschutz: Intel setzt auf bleifrei

23.05.2007 | 15:14 Uhr |

Wenn derzeit von Umweltschutz die Rede ist, dann fallen meist Begriffe wie CO2-Emission und Kraftstoffverbrauch. Aber auch PCs belasten mit ihren vielen Schadstoffen die Umwelt, unter anderem mit Blei. Intel hat jetzt angekündigt, seine Prozessoren künftig ohne Blei produzieren zu wollen.

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Das Schwermetall Blei ist aus der industriellen Produktion kaum wegzudenken. Plumbum, wie die lateinische Bezeichnung lautet, wird heute noch besonders in Autobatterien und als Korrosionsschutzmittel eingesetzt.

Doch Blei ist im gelösten Zustand giftig. Deshalb versucht man schon seit längerer Zeit, auf Blei zu verzichten. Intel wirbt jetzt damit, künftig seine Prozessoren ohne Blei herzustellen.

Den Anfang soll die Produktion der 45-Nanometer-Familie machen. Hier kommt "High k-Metall Gate (Hi-k)-Dielektrikum" als Isolierschicht am Gate des Transistors zum Einsatz.

Zur Familie der Intel 45nm Hi-k Prozessoren gehört Intel CoreTM2 Duo-, Core 2 Quad- und Xeon-Prozessoren. Das Unternehmen wird die Produktion seiner 45nm-Prozessoren in der zweiten Hälfte dieses Jahres starten.

Derzeit wird Intel zufolge Blei bei den Verbindungsstellen eingesetzt, über die die Intel-Chips auf dem Substrat, das Teil des Prozessorgehäuses (Package) ist, aufgebracht sind. Das Substrat und die über dem Chip liegende Metallkappe schützt den Siliziumchip (Die) und stellt die elektrischen Verbindungen für die Kommunikation mit der Hauptplatine des Computers her. Es existieren verschiedene Gehäusetypen für Mobile-, Desktop- und Server-Prozessoren, darunter Pin Grid Array (PGA), Ball Grid Array (BGA) und Land Grid Array (LGA). Diese Gehäusetypen werden in Intels 45nm Hi-k Produkten kein Blei mehr enthalten. Ab 2008 soll dies auch bei der 65nm-Fertigung der Fall sein.

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