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Intel geht zur CES in die Mobil-Offensive

23.12.2011 | 10:00 Uhr |

Es sieht alles danach aus, als würde Intel die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas Anfang Januar nutzen, um seine Mobilstrategie für 2012 zu präsentieren.

In deren Mittelpunkt stehen ein Chip namens "Medfield" auf Basis eines ARM-Chipdesigns und der Google-Mobilplattform Android. Unter anderem Redakteure der MIT-Zeitschrift "Technology Review" hatten gerade Gelegenheit dazu, je ein Smartphone- und Tablet-Referenz-Design mit dem Medfield-SoC (System-on-Chip) und Android zu testen.

Der mit dem Codenamen "x616" bezeichnete Phone-Prototyp ähnelte optisch dem iPhone , war aber deutlich leichter (weil mehr Plastik statt Glas und Metall verbaut wurde). Darauf lief Android 2.3 "Gingerbread" und noch nicht die neueste Iteration 4.0 "Ice Cream Sandwich".

Trotzdem waren die "TR"-Tester von dem Referenz-Design sehr angetan. Das x616 konnte Full-HD-Video wiedergeben und auch zu einem Fernseher streamen. Außerdem war die verbaute Kamera in der Lage, im "Burst Mode" zehn Fotos in voller Auflösung von 8 Megapixel pro Sekunde zu schießen; Intel nutzt dazu spezielle Medfield-Features plus Software, die mit der Übernahme der niederländischen Bildverarbeitungs-Softwarefirma Silicon Hive früher in diesem Jahr zugekauft wurde.

Mit dem Medfield-Tablet konnten sich die Tester nicht so ausführlich befassen. Das Gerät hatte einen etwas größeren Bildschirm als das iPad 2 und war ansonsten etwa gleich dick und schwer. Es lief bereits unter Ice Cream Sandwich und war entsprechend erfreulicher zu bedienen als die erste Generation Android-Tablets mit Version 3.0 "Honeycomb".

Intel hatte in der Vergangenheit schon mehrfach versucht, im Mobilmarkt Fuß zu fassen, bislang allerdings ohne nennenswerten Erfolg außerhalb traditioneller PCs. Zuletzt stellte Intel auch das gemeinsam mit Nokia vorangetriebene mobile Betriebssystem Meego ein, nachdem sich die Finnen für ihre Smartphones auf Microsofts Windows Phone festgelegt hatten.

Microsoft: Wir sind dann mal weg

Steve Ballmer - will oder darf er nach 2012 nicht mehr die CES eröffnen?
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Apropos Microsoft: Die Keynote-Rede von Konzernchef Steve Ballmer auf der CES wird wohl die letzte ihrer Art sein. Der Konzern will künftig auch nicht mehr mit einem eigenen Stand in Las Vegas präsent sein, wie Unternehmenssprecher Frank Shaw im offiziellen Microsoft-Blog mitteilte .

"GigaOM" berichtet allerdings unter Berufung auf Microsoft-Insider, dass in Wahrheit der Messeveranstalter Consumer Electronics Association (CEA) keine weiteren Keynotes von Ballmer mehr sehen wollte und Microsoft dann im Gegenzug aus Rache auch seinen Stand gekündigt habe. Eine offizielle Bestätigung dafür dürfte offiziell allerdings weder von der CEA noch aus Redmond zu bekommen sein.

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